Ein Wirt im Hamburger Bahnhofsviertel verzweifelt: Die Polizei hat die Drogenszene nicht mehr unter Kontrolle.

Bild: Jensens / wikimedia (gemeinfrei)
Polizei ist hilflos gegen Hamburger Drogenszene: Wirt muss selber für Sicherheit sorgen

Seit Jahrzehnten betreibt ein Hamburger Wirt gemeinsam mit seinem Sohn mehrere Stammkneipen im Bahnhofsviertel St. Georg. Weil jedoch immer mehr afrikanische Dealer dort ihre Drogen an den Mann bringen wollen und die Polizei der Lage nicht mehr Herr wird, muss der Wirt nun selber Wachpersonal einstellen. Andersfalls würden ihm für das Versagen des Staates gewerberechtliche Maßnahmen drohen. Er ist nun dazu gezwungen, einen Sicherheitsdienst einzustellen oder seine Bars dichtzumachen.

Polizei machtlos

Rund zehn Mal in der Woche ruft der Wirt Butje die Polizei, weil Afrikaner in seinen Räumlichkeiten Dealen oder selber Drogen konsumieren. Die Ordnungshüter stehen dem zunehmenden Problem allerdings immer machtloser gegenüber, wodurch der Kneipenwirt nun selber handeln sollte. Ganz zum Erstaunen des Ladenbetreibers: „Wir tun alles, was wir können. Aber was soll ein Mensch bewirken, was hier am Hansaplatz drei Peterwagen nicht schaffen?“

Magistrat droht mit Zusperren

Weil die „Gäste“ immer aggressiver werden und sogar die Bardamen mit Flaschen attackieren, brachte der Betreiber schon mehrere Kameras in den Lokalen und davor an. Mit dem Ziel die Trinker und Dealer zu vertreiben. Jedoch erfolglos, die Hemmschwelle sei so gering, dass auch die Polizei nicht viel ausrichten könne. „Es wird immer schlimmer. Die afrikanischen Dealer benehmen sich unmöglich, spucken auf den Boden, verstecken ihre Drogenpäckchen unter den Barhockern“, berichtet er der Bild.

Obwohl er nun Wachpersonal einstellte, bekam er Post vom Staat. Darin stellte das Bezirksamt fest, dass es wieder vermehrt Polizeieinsätze in seinen Kneipen gegeben habe und drohte ihm mit dem Zusperren seiner Bars, wenn diese nicht abnehmen würden.

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