Gesprächspartner ist niemand geringerer als Pater Franz Schmidberger und damit genau jener Mann, der als direkter Nachfolger von Erzbischof Lefebvre als Generaloberer jahrelang die Priesterbruderschaft St. Pius X. leitete.

Foto: Bild: privat /zVg
Bemerkenswerte Veröffentlichung an der Schnittstelle von Staat, Kirche und Gesellschaft

Gerade findet in Frankreich wieder einmal von politisch linker Seite ein Vorstoß gegen die von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründete Priesterbruderschaft St. Pius X. statt. Diesmal will man von “interessierter Seite” in der Stadt Meylan den Neubau einer Kirche durch die traditionsorientierten Katholiken verhindern, während man mit islamistischen Projekten und Eirichtungen von dieser Seite des politischen Spektrums her demonstrativ keine Probleme hat.

Dem aufmerksamen Beobachter nicht entgangen sein dürften darüber hinaus z.B. die Angriffe während der Jahre in der Bundesrepublik insbesondere aus dem Bereich der Grünen und sog. Linken (vormals SED) sowie des “Zentralkomitees der deutschen Katholiken” gegen die Priesterbruderschaft St. Pius X. und mit ihr verbundene Einrichtungen. Umso interessanter ist da das kürzlich erschienene Werk “Gott, Kirche, Welt und des Teufels Anteil. Ingo Langner im Gespräch mit Pater Franz Schmidberger von der Priesterbruderschaft St. Pius X.”  (Patrimonium-Verlag).

Interessanter Einblick

Bietet doch dieser Band Informationen aus erster Hand über das Selbstverständnis und inhaltliche Positionen der durch die Priesterbruderschaft St. Pius X. vertretenen katholisch-traditionsorientierten Richtung des Christentums. Gesprächspartner ist niemand geringerer als Pater Franz Schmidberger und damit genau jener Mann, der als direkter Nachfolger von Erzbischof Lefebvre als Generaloberer jahrelang die Priesterbruderschaft  St. Pius X. leitete und zurzeit dem Priesterbruderseminar Zaitzkofen für den deutschen Sprachraum und das östliche Europa vorsteht.

Angeschnitten werden vor dem Hintergrund geschichtlicher Fakten Konflikte, welche katholische Traditionalisten seit dem II. Vatikanischen Konzil mit der offiziellen Hierarchie der (Amts-)Kirche durchzustehen hatten. Berücksichtigt werden dabei auch Themen wie die umstrittene bundesdeutsche Form der Kirchensteuer und das Karrieredenken unter Geistlichen. Nicht zuletzt wird  die immer wieder diskutierte Amtsführung von Papst Franziskus angesprochen. Eingegangen wird auch auf handfeste politische Konfliktlinien, etwa wenn ein Abschnitt den Titel trägt “Auf dem französischen Seminar in Rom wehte 1968 die rote Fahne”. Dabei scheut Franz Schmidberger nicht  die direkte Konfrontation mit dem Zeitgeist, etwa wenn er vor “einer wirklichen Unterwanderung des einstmals christlichen Abendlandes” warnt und versichert, es sei ihm gleich von bestimmten Leuten das Etikett Rechtspopulismus angeheftet zu bekommen.

Ein unter verschiedener Rücksicht höchst lesenswertes Buch ist da für deutschsprachige Leser erschienen.

GOTT, KIRCHE, WELT und des Teufels Anteil. Ingo Langner im Gespräch mit Pater Franz Schmidberger von der Priesterbruderschaft St. Pius X. Patrimonium Verlag.

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