Griechenlands Wirtschaftsminister musste wegen der Mietzinsaffäre seiner Frau und Parteikollegin zurücktreten.

Foto: Bild: Librarian Bill / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Griechenland: Linker Wirtschaftsminister tritt wegen Mietzinszuschusses zurück

Nun ist die nächste Bombe in der Mietzinszuschuss-Affäre rund um die griechische Regierung geplatzt. Griechenlands Wirtschaftsminister Dimitri Papadimitriou ist zurückgetreten. Bereits gestern musste seine Frau, die stellvertretende Arbeitsministerin Rania Antonopoulos (Syriza), auf Anordnung von Ministerpräsident Alexis Tsipras den Hut nehmen und die Regierung verlassen. Antonopoulos hatte in den vergangenen beiden Jahren einen Mietzinszuschuss für ihre Wohnung in Athen in einer Gesamthöhe von 23.000 Euro kassiert. Und sie bewohnte diese Wohnung gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem griechischen Wirtschaftsminister.

Damit nicht genug, gehört das Politiker-Ehepaar nicht gerade zu jenen Kreisen, die sprichwörtlich am Hungertuch nagen und sich ihre Wohnung nicht leisten können. Laut Steuererklärung 2015 verfügt Antonopoulos über ein Aktiendepot im Gesamtwert von rund 276.000 Euro und ein Jahreseinkommen von 70.000 Euro. Und ihr Ehegatte besitzt Aktien im Gegenwert von 2,2 Millionen Euro bei einem Jahreseinkommen von 366.000 Euro.

Syrizia-Politiker nicht besser als ihre Vorgänger

Für Regierungschef Tsipras ist diese Affäre im Umfeld seiner engen Parteigänger und Mitstreiter entlarvend. Tspiras Syriza-Bewegung war unter anderem mit dem Versprechen angetreten, dass die jahrzehntelange rot-schwarze Korruption der politischen Oligarchen in Athen dem Ende angehören wird. Jetzt stellt sich heraus, dass nur die Parteien und die Köpfe gewechselt haben, der griechische Korruptions-Sumpf aber noch immer nicht trockengelegt ist. 

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