Die Protestbewegung „Legally Black“ will mehr schwarze Schauspieler in Hauptrollen sehen – dabei gibt es sie längst (Bild: Will Smith).

Foto: Bild: celebrityabc / flickr.com
„Legally Black“: Skurrile Plakatkampagne fordert noch mehr Film-Hauptrollen für Schwarze ein

Zu neuen und vollends absurden Mitteln im Kampf gegen angeblich täglichen Rassismus greift in Großbritannien eine politische Bewegung namens „legally black“. Sie ließen zahlreiche Filmplakate von internationalen Klassikern wie etwa Titanic oder Harry Potter neu drucken und an Haltestellen in ganz London anbringen – allerdings mit schwarzen Hauptdarstellern.

Seit 1950 immer wieder schwarze Hollywood-Helden

Dabei finden Schwarze immer wieder Platz als Darsteller in berühmten Filmen. Der erste war Sidney Poitier, der seit 1950 in Hollywood-Produktionen vor der Kamera stand und 1964 einen Oscar für seine Rolle in „Lilies of the field“ erhielt. Ihm folgte Richard Roundtree, der 1971/72 in zwei Filmen als Ermittler „Shaft“ den Hauptdarsteller gab. Die Titelmusik des ebenfalls schwarzen Musikers Isaac Hayes wurde weltberühmt. Ihm folgten zahlreiche andere, man denke nur an Sammy Davis Jr., Will Smith oder Denzel Washington. Auch schwarze Frauen wie Halle Berry, Tina Turner, Whitney Houston oder Grace Jones kamen in großen Hollywood-Filmen nicht zu kurz.

Weil dem aber nicht genug sei, habe sich das Bündnis zusammengeschlossen, um „die Art und Weise zu bekämpfen, in der Schwarze in den Medien dargestellt werden“.

Schwarze sollten mehr Hauptrollen bekommen

Nicht nur Kate Winslet und Leonardi DiCaprio aus Titanic sind an den Londoner Bushaltestellen plötzlich durch schwarze Darsteller ersetzt worden, auch Klassiker wie James Bond oder Bridget Jones werden mit afrikanischen Darstellern besetzt.

Bezwecken wolle die Organisation damit einen „umgekehrten Rassismus“ und kritisiert, dass Schwarze in Filmen wie Harry Potter zwar vorkämen, aber keine Hauptrollen besetzen würden. Damit allerdings nicht genug Schmähung für die Autoren der Drehbücher, „für Muslime, Behinderte und Homo- und Transsexuelle gilt das gleiche“, sagt der Vertreter Belmiro Matos da Costa.

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