Libysche Küstenwache „rettet“ erneut 125 Afrikaner aus „Seenot“

Vor der Küste Libyens geriet wieder ein Flüchtlingsboot in „Seenot“. 125 Afrikaner, die sich nach Europa aufgemacht hatten, wo sie illegal an Land gehen wollten, wurden von der Küstenwache „in Sicherheit“ gebracht.

Unter den 125 Afrikanern waren nur vier Frauen und vier Kinder – 117 Männer wollen also in Europa ihr Glück versuchen.

Libyen als Drehscheibe für illegale Einwanderung

Libyen ist nicht nur Startpunkt illegaler Bootswege nach Europa, sondern dient auch privaten und internationalen Organisationen als Abholbasis für Migranten. So wurden vom UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) seit Beginn der „Rettungsaktion für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge“ im November 2017 mehr als 1.000 Menschen über Libyen nach Europa gebracht – ganz offiziell. Bis Ende des Jahres sollen mehrere tausend weitere Menschen aus Libyen ausgeflogen werden, sagte der UNHCR-Sondergesandte Vincent Cochetel.

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