Migranten-Treff Bahnhof Dornbirn: Der “Schandfleck Vorarlbergs”? – Unzensuriert

Bahnhof Dornbirn: Eine Polizeistation soll ab 2019 für mehr Sicherheit sorgen.

Foto: Bild: Austriapix/Wikimedia Commons (CC-BY-SA 3.0)
Migranten-Treff Bahnhof Dornbirn: Der “Schandfleck Vorarlbergs”?

Immer wieder erreichen die Redaktion Leserzuschriften bezüglich der Zustände am Bahnhof Dornbirn. Dieser ist verkehrstechnisch gesehen DER Knotenpunkt in Vorarlberg und die zentrale Anlaufstelle für alle, die von “außerhalb” ins Ländle kommen.

Magnet für “Schutzsuchende”, “Geflüchtete” und “Notreisende”

Doch Dornbirn ist darüber hinaus – wie mittlerweile fast alle großen Bahnhöfe – Anziehungspunkt für “Geflüchtete”, “Schutzsuchende” und “Notreisende”. In Bahnhofsnähe befinden sich nämlich neben diversen Notschlafstellen auch AMS, Bifo, WiFi und weitere Bildungseinrichtungen, in denen Gästen aus Afrika und Arabien grundlegende Kulturtechniken vermittelt werden. Um diese Institutionen herum dominieren Kebap-Buden und Wettbüros das Bild, das Stadtzentrum mit seinen eher noblen Geschäften, Lokalen und dem Markt ist nur wenige Minuten Fußmarsch entfernt.

Ein attraktiver Mix also, vor allem für Einwanderer aus dem afrikanisch/orientalischen Raum. In Folge dessen fühlen sich jedoch Einheimische zunehmend unsicher in der Gegenwart der vielen fremdländischen jungen Männer, die den Bahnhof frequentieren und sich dabei nicht immer wie Gentlemen benehmen.

Frauen setzen auf Selbstschutz

“Ich fühle mich ziemlich unsicher am Dornbirner Bahnhof; ohne Sicherheitspersonal würde ich einen großen Bogen um das Gebäude machen”, schreibt uns Susanne A.* (36):

Ich muss mehrmals die Woche zum Postamt dort und gehe dann noch manchmal in die Trafik. Dabei habe ich schon so einige Streitereien erlebt. Meist schlagen sich die “Flüchtlinge” eh untereinander, aber ich habe auch schon gesehen dass sie mit dem Sicherheitspersonal oder sogar der Polizei gestritten haben. Mittlerweile gehe ich nur noch mit Pfefferspray außer Haus und eine Glasflasche habe ich auch immer griffbereit in der Handtasche. Besser, man ist vorbereitet. Dabei bin ich sicher, dass die Beamten ihr Bestes geben. Nur werden sie zuwenig von der Politik unterstützt. Ich würde mir wünschen, dass die Sicherheit der Zuggäste, wo ja auch viele Pensionisten und Schulkinder drunter sind, von den Verantwortlichen genauso ernst genommen wird wie der ,Kampf gegen rechts’.

“Ein unheimliches Gefühl”

Auch Melanie H.* (29) empfindet das ähnlich. “Dieser Bahnhof ist ein Schandfleck für Vorarlberg”, zeigt sie sich entrüstet:

Ich komme seit fast zehn Jahren mit dem Bus an und fahre mit der Bahn weiter zur Arbeit, Abends umgekehrt. Aber seit etwa drei Jahren fühle ich mich oft nicht mehr wohl dabei, vor allem wenn ich in Dornbirn auf Anschluss warten muss. Obszöne Gesten von jungen Einwanderern in meine Richtung sind fast schon an der Tagesordnung; oft reden sie auch in ihrer Sprache miteinander, aber man kriegt mit, dass sie über einen reden. Das ist ein unheimliches Gefühl, vor allem wenn man fast allein unter lauter Ausländern am Bahnsteig steht.

Auch Frau H. führt stets Pfefferspray sowie einen Taschenalarm mit sich, darüber hinaus hat sie einen Selbstverteidigungskurs besucht. “Das lege ich auch allen anderen Vorarlbergern dringend nahe!”, mahnt sie.

Beide Unzensuriert-Leserinnen sind der Meinung, dass nur eine rasche Rückführung aller illegal Eingereisten diese Probleme lösen kann. Doch es sind nicht nur Frauen, die sich unsicher fühlen.

“Froh, nicht mehr nach Dornbirn zu müssen”

So schreibt uns Marco G.* (45):

Ich musste bis Ende Juni 2017 über den Bahnhof Dornbirn zur Arbeit und ich bin echt froh, dass meine Firma nun in meinen Wohnort Bregenz umgesiedelt ist. Vor allem zur wärmeren Jahreszeit kommt man sich teilweise vor wie im Ausland, wenn man am Bahnsteig steht. Es wird gebrüllt, gespuckt und überall geraucht, auf Alte und Schulkinder wird null Rücksicht genommen. Das Security-Personal am Bahnhof ist, ehrlich gesagt, auch ein Witz. Alles Männer über 50, oft vom AMS zwangsvermittelt und entsprechend demotiviert; die meiste Zeit sieht man sie rauchend und plaudernd umherstehen. Ein Eingreifen im Ernstfall darf man sich von dieser Truppe nicht erwarten. Eigentlich wundert es mich, dass nicht schon viel mehr passiert ist. Einmal ist eine alte Dame, eine typische Vorarlberger Pensionistin mit Hut, Mantel und Holzperlenkette, zu mir gekommen und hat mich gefragt, ob sie neben mir stehen darf bis der Zug kommt. Sie fürchte sich wegen der vielen lauten jungen Männer. Das wäre eigentlich die Aufgabe der Sercurity, bei einer so großen, lauten Gruppe Präsenz zu zeigen.

Sorge um hübsche, blonde Enkelin

Stephan D. (66) verweist auf einen weiteren Aspekt des Propblems:

Meine Enkelin geht ins BORG Schoren und müsste in Dornbirn umsteigen. Seit eineinhalb Jahren fahre ich sie lieber und hole sie nach Schulschluss wieder ab. Die Schüler sind ja heutzutage mit Tablet, Laptop, Handy usw. unterwegs und so ein leichtes Ziel für Spitzbuben; und gerade weil sie ein hübsches, blondes Mädel ist, gehen wir da lieber kein Risiko ein. Um diese Leute hier anzusiedeln, wird unser Steuergeld ja gern verwendet. Ich würde mir eher wünschen, dass man es verwendet, um unsere Straßen wieder sicher zu machen. Von gelungener Integration muss mir jedenfalls niemand etwas erzählen!

Lösung frühestens ab Mai 2019

Für die leidgeprüfte Bevölkerung steht eine Besserung der Situation erst ab frühestens Mai 2019 in Aussicht. Ab dann soll nämlich definitiv die lange geplante und immer wieder aufgeschobene Polizei-Dienststelle direkt am Bahnhof Dornbirn fertiggestellt sein und ihre Arbeit aufnehmen. Bleibt zu hoffen, dass sich wenigstens dann das gute Gefühl von Sicherheit im öffentlichen Raum bei den betroffenen Vorarlbergern wieder einstellt.

*Namen der Redaktion bekannt.

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