Kirche in der Kritik: Hat Alice Weidel doch recht?

Der Beitrag von Alice Weidel wurde sowohl von den Systemmedien als auch von kirchlichen Vertretern großteils ausgespart. Foto: AfD Baden-Württemberg / Facebook
Der Beitrag von Alice Weidel wurde sowohl von den Systemmedien als auch von kirchlichen Vertretern großteils ausgespart.
Foto: AfD Baden-Württemberg / Facebook
20. März 2018 - 16:30

Unwillkürlich können einem Menschen, die Anteil am Zeitgeschehen sowie an Grundsatzdiskussionen nehmen,   Buchtitel wie „Und die Bibel hat doch recht“ von Werner Keller und „Humanae Vitae – und der Papst hatte doch recht“ von Martina Lintner in den Sinn kommen. Hatte es die Chefin der AfD-Fraktion im Bundestag Dr. Alice Weidel doch gewagt, in einem Focus-Interview sich kritisch über die politisierte Haltung amtskirchlicher Vertreter in der jetzigen Zeit, wie über das Verhalten von Kirchenvertretern in der Herrschaftszeit des Nationalsozialismus zu äußern.

Systempresse schweigt

Der Diskussionsbeitrag fand Beachtung in der internationalen Presse beispielsweise bis nach Israel hinein. Mehr oder minder konservative katholische Internetplattformen wie kath.net und der französischsprachige Informationsdienst der Priesterbruderschaft St. Pius X. berücksichtigten in respektvoller Weise das Interview von Frau Dr. Weidel. Ganz anders die offiziellen Vertreter der Jahr für Jahr Milliarden von Kirchensteuern und dazu noch saftige Staatszuschüsse einstreichenden sogenannten großen (Amts-)Kirchen in der Bundesrepublik: Da bemühte man(n) sich nicht einmal ansatzweise, die kritischen Aussagen etwa zum Verhalten offizieller Kirchenvertreter in der Zeit des Nationalsozialismus sachlich zu entkräften.

Von echter Dialogbereitschaft gegenüber der Spitzenvertreterin der größten Oppositionspartei im Bundestag sowieso keine Spur. Stattdessen antworteten hochbezahlte Amtskirchenvertreter recht untergriffig im Sinne von „Lächerlich machen, menschliche Würde absprechen, fertig machen“.

Unerwartete Unterstützung

Dabei bekam jetzt Alice Weidel in der Sache Unterstützung von eher unerwarteter Seite.  Bestätigte immerhin eine Institution wie der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich in seiner Erklärung zum 1938-Gedenken, dass das Verhalten ganzer „kirchlicher“ Strukturen seinerzeit alles andere als ein großes Heldenstück todesverachtenden Widerstandes gewesen ist. Heißt es doch in der Erklärung wörtlich: 

Auch die christlichen Kirchen waren vom Ungeist mitbetroffen, der dem NS-Regime den Boden bereitet hat. Manche Kirchen bejubelten nicht nur den Anschluss, sondern trugen auch die NS-Politik, sei es den Antisemitismus, sei es die Auslöschung vermeintlich unwerten Lebens, voll und ganz mit, was uns heute schamvoll als Verrat am Evangelium erscheint. Wir müssen einbekennen, dass es auf diesem Hintergrund in den düsteren Jahren von 1938 bis 1945 Schuld und Versagen durch Wegschauen und Mittun gegeben hat. Nur vereinzelt gab es in den Kirchen auch Widerstand gegen das verbrecherische NS-Regime.

Nimmt man eine solch hochrangiges Eingeständnis zur Kenntnis, wie schon früher auch von Theologen gemachte Aussagen, so kann man wirklich zu dem Schluss kommen: Alice Weidel hat doch recht!

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