ORF schließt sich der italienischen Kampagne gegen die Südtiroler an

Südtiroler Landtagsabgeordnete nahmen an einem Treffen mit der Außenministerin und dem Innenminister in Wien teil - der ORF interpretiert das Treffen wie nationalistische Italiener. Foto: HaTe / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Südtiroler Landtagsabgeordnete nahmen an einem Treffen mit der Außenministerin und dem Innenminister in Wien teil - der ORF interpretiert das Treffen wie nationalistische Italiener.
Foto: HaTe / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
25. März 2018 - 10:27

Am 23. März hatten Außenministerin Karin Kneissl und Innenminister Herbert Kickl die Vertreter aller im Südtiroler Landtag vertretenen Parteien sowie die Südtirol-Sprecher des Österreichischen Nationalrates und der Tiroler Landesregierung nach Wien zu einer vertrauensbildenden Aussprache eingeladen, um die Schritte zur Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für die Südtiroler zu besprechen.

Die einseitige Berichterstattung von ORF-Online über den „Gedankenaustausch“ analysierte unzensuriert bereits am Tag danach.

Dabei wurde klar, dass sich der ORF im Grunde der italienischen Kampagne anschließt: In ihrer Feindseligkeit und Abneigung gegen die Südtiroler können die Italiener nicht einmal Verständnis für einen Akt der Wiedergutmachung aufbringen, der ihnen selbst weder etwas nimmt noch sie betrifft.

Warum liefert der ORF zu Südtirol ein solches Fehlverhalten?

Ansonsten so entschieden anti-rechts, entpuppt sich der ORF plötzlich als stramm nationalistisch, allerdings italienisch-nationalistisch?

Drei mögliche Gründe für die Kampagne des ORF

Drei Gründe können dafür genannt werden:

1. Erstens handelt es sich um eine FPÖ-Initiative, und der ORF ist kategorisch gegen die FPÖ.

2. Zweitens sträuben sich Teile der SPÖ gegen die Initiative, weil es im roten Wien tiefsitzende Vorbehalte gegen die Tiroler gibt, ob nördlich oder südlich des Brenners, weil sie als „konservativ“ gelten und wenig Aussicht auf Wählerstimmen bieten.

3. Drittens sind Südtirols Grüne als einzige der Südtiroler Parteien gegen die Wiederverleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft. Das hat damit zu tun, dass die neomarxistischen 68er-Adepten, wie im ganzen deutschen Sprachraum, einen tiefsitzenden Hass gegen die eigene Identität hegen. Weil ihnen das Eigene, die eigene Kultur, die eigene Sprache, die eigene Geschichte so zuwider ist, vertreten sie in Südtirol nicht nur eine schrankenlose „Refugee-Welcome“-Politik der offenen Türen, sondern in der Südtirol-Politik – bedauerlicherweise – den Standpunkt des italienischen Nationalismus. Die Grünen sagen es mit anderen Worten, aber sie sagen unterm Strich dasselbe, was italienische Nationalisten wie Urzì sagen. Traurig, aber wahr.

Südtirols Grüne haben bei den Wahlen zum Italienischen Parlament am 4. März gerade ihr einziges Mandat verloren. Vielleicht tun sie es bei den bevorstehenden Landtagswahlen im Herbst Österreichs Grünen gleich und fliegen auch aus dem Südtiroler Landtag.

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