Südtiroler Rockband “Frei.Wild” gab ORF beim Wien-Konzert einen Korb – Unzensuriert

Weil die Rockband “Frei.Wild” in ihren Liedtexten das Unrecht deutscher und ladinischer Volksgruppen anspricht, macht der Gesinnungsjournalismus Jagd auf die Südtiroler Gruppe.

Foto: Bild: Frei.Wild - Kingleo92 / Wikimedia CC BY-SA 3.0 de
Südtiroler Rockband “Frei.Wild” gab ORF beim Wien-Konzert einen Korb

Sonntagabend gab es ein bemerkenswertes Konzert der Südtiroler Rockband “Frei.Wild” im Wiener Gasometer. Es war deshalb bemerkenswert, weil die von Medien oft als “patriotisch” und “rechts” gebrandmarkte Gruppe in einer Veranstaltungshalle auftrat, die es zum Beispiel nicht zuließ, die Bühne der Prolo-Rockband “Die Hinichen” zu überlassen.

Grüner Kultursprecher drohte mit Subvention-Streichung

Unzensuriert hat im Dezember 2012 über diesen Skandal berichtet. Damals drohte der grüne Kultursprecher Klaus Werner-Lobo dem Gasometer die Subvention zu entziehen, sollten – wie vorgesehen – die “Hinichen Weihnachten” in der Veranstaltungshalle gefeiert werden. Der Grüne befand die Texte der Rockband anstößig, etwa diese Passage:

Wir mischen auf im Frauenhaus, wir peitschen die Emanzen aus, wir treiben die Lesben vor uns her, das fällt uns Kerls gar net schwer.

Tatsächlich zog das Gasometer die ordnungsgemäß durchgeführte Reservierung der Rockband zurück. Die enttäuschten Fans konnten es kaum fassen, dass der linke Meinungsterror plötzlich die “Freiheit der Kunst” in Wien bestimmt.

Jagd des Gesinnungsjournalismus

Und jetzt kam es noch dicker für den Gasometer. Am Ostersonntag stand “Frei.Wild” auf der Bühne, jene Rockband aus Südtirol, auf die der Gesinnungsjournalismus seit Jahren Jagd macht. So versuchte der  “Rechtsextremismus-Experte” Johannes Radke in der Hamburger Wochenzeitung Die Zeit unter dem Titel “Die neue Reichskapelle”  die Band einmal mehr ins rechte Eck zu stellen.

Kernvorwurf des Autors: Die Bandmitglieder bekennen sich dazu, Südtiroler zu sein, und sprechen in ihren Liedtexten das Unrecht an, das der deutschen und ladinischen Volksgruppe seit 1918 widerfahren ist. Doppelt verdächtig für die Gesinnungsjournalisten: Eines der Bandmitglieder engagierte sich vor Jahren bei den Südtiroler Freiheitlichen.

Für Echo nominiert, dann plötzlich gestrichen

2013 wurde die Gruppe für den Echo-Preis nominiert, dann plötzlich gestrichen. Den erfolgreichen Südtirolern, die ihr Album “Feinde deiner Feinde”  100.000 Mal verkauften und deshalb für den Musikpreis nominiert waren, wurde von anderen Gruppen “rechtes Gedankengut” vorgeworfen – das reichte der Jury für den Rausschmiss.

Dass sich die Band seit Jahr und Tag von jeder Form des Extremismus distanziert und einfach nur guten Deutschrock spielt, der gesellschaftspolitisch relevante Themen anspricht, wurde und wird bewusst unterschlagen.

In Österreich und Deutschland auf Platz eins

Doch der Zuspruch des Publikums für die Band kümmert sich nicht um die veröffentlichte Meinung. Aktuell hat “Frei.Wild” mit ihrem neuen Album sowohl in Österreich als auch in Deutschland Platz eins der Charts erobert. Ihre Konzerte, so auch in Wien, sind allesamt ausverkauft.

Diesen Erfolg kann offenbar auch der ORF nicht übersehen, weshalb er sich um eine Drehgenehmigung beim Konzert und um ein Interview mit der Band bemühte. Mit einer Gruppe also, die ständig dem Vorwurf ausgesetzt ist, sie würde mit der rechten Szene sympathisieren.

Fans: “Sie sind nich radikal, stehen aber zu ihrem Land”

Pech gehabt! “Frei.Wild” erachtete es nicht für notwendig, mit dem ORF zu sprechen und beantwortete die Anfragen einfach nicht. Daraufhin holte der ORF Fans vor das Mikro. Diese sagten zum Beispiel, “ich finde, sie sagen die Wahrheit” oder “sie sind nicht radikal, sie stehen halt zu ihrem Land – und die meisten wollen es nicht hören, wie es ist”.

ORF: “Flirt mit der Nazi-Ästhetik”

Kein Hakenkreuz im Bild, friedliche Fans, die sich auf einen guten Deutschrock freuten, sympathische Konzertbesucher, die sogar aus den Bundesländern anreisten – das war wohl wie ein Rückschlag für den ORF-Redakteur, der es nicht lassen konnte, am Ende seines Beitrages von “Flirt mit der Nazi-Ästhetik” zu sprechen. Erfolg und Schlagzeilen habe dies schon anderen Gruppen allemal gebracht, und auf das seien diese Gruppen inklusive “Frei.Wild” allemal aus, so der Redakteur im “Wien heute”-Beitrag.

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