Die Polizei konnte keinerlei Mitgliedschaft in einer Terrororganisation feststellen – der Schwindler verlässt Österreich.

Bild: Military_Material / pixabac.com
Pakistani erfand Terrormitgliedschaft, um sich in Österreich Bleiberecht zu erschleichen

Dass Flüchtlinge Pässe wegwerfen, um ihre Identität zu verschleiern (und damit eine Abschiebung unmöglich machen), oder sich als Moslem zum Christentum bekennen, um einer Auslieferung zu entgehen – das alles kennen wir bereits von Asylanten, die bei uns ein Bleiberecht bekommen wollen. Völlig neu dagegen ist, dass nun ein Pakistani eine Terrormitgliedschaft erfand, um in Österreich bleiben zu dürfen.

Mitglied der islamischen Terrororganisation Lashkar-e-Taiba

Der 47-Jährige musste sich Dienstag am Landesgericht Salzburg für den Vorwurf verantworten, er gehöre einer terroristischen Vereinigung an. Der Pakistani hatte sich bei der Asylbehörde selbst belastet und angegeben, Mitglied der islamischen Terrororganisation  Lashkar-e-Taiba in der Konfliktregion Kaschmir gewesen zu sein. Und zwar ab den 1990er Jahren bis ins Jahr 2014.

Tipp für den Asylbetrug kam aus Frankreich

Warum er sich selbst zum Terroristen stempelte? Ein Bekannter habe ihm erzählt, dass er mit einer ähnlichen Geschichte in Frankreich Asyl bekommen habe, sagte der Mann nun vor Gericht.

Im Prozess wurde der Mann freigesprochen. Einerseits aufgrund seiner Aussage, andererseits weil sich durch die Ermittlungen keine Hinweise auf eine ehemalige Mitgliedschaft bei einer Terrororganisation ergaben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der 47-Jährige hat in der Zwischenzeit eine Vereinbarung zur Ausreise nach Pakistan unterzeichnet und wird Österreich verlassen.

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