Wiener Innenstadt: Kongolesin zur neuen roten Bezirksvorsteherstellvertreterin gewählt | Unzensuriert.at

Wiener Innenstadt: Kongolesin zur neuen roten Bezirksvorsteherstellvertreterin gewählt

Passt nach Wien: Neue SP-Vize-Bezirkschefin im ersten Wiener Gemeindebezirk. Foto: Markus Sibrawa / SPÖ Rathausklub (gemeinfrei)
Passt nach Wien: Neue SP-Vize-Bezirkschefin im ersten Wiener Gemeindebezirk.
Foto: Markus Sibrawa / SPÖ Rathausklub (gemeinfrei)
14. April 2018 - 9:45

Nach dem Alsergrund wird der nächste Wiener Gemeindebezirk bei der SPÖ von einer Nicht-Europäerin übernommen. Die historische Altstadt, Wien Innere Stadt, wird künftig durch die neue stellvertretende Bezirksvorsteherin Mireille Ngosso, die auf der SPÖ-Bezirksseite noch als Mireille N´twa aufgeführt ist, aus dem Kongo vertreten. „Das ist ein Signal für die Weltoffenheit dieser Stadt und der SPÖ“, sagt die 37-jährige Ngosso. Aber auch ein Signal dafür, dass die autochthone Bevölkerung immer mehr verdrängt wird.

Afrikanisches G´spür für Wien

Ngosso sieht sich als Vorbild für afrikanische Menschen in Österreich, sich verstärkt in der Politik zu engagieren. Sie, die gerne kongolesischen Mikate (gebackene Mäuse) zum Nachtisch isst, beweist also, dass sie das richtige „G´spür“ für Wien hat, das Noch-Bürgermeister Michael Häupl in seinem letzten Wahlkampf eingefordert hatte.

Ngosso wurde in der Demokratischen Republik Kongo geboren und kam mit drei Jahren mit ihren Eltern nach Österreich. Sie wuchs am Schöpfwerk in Meidling auf, studierte sie an der MedUni Wien und arbeitet als Turnusärztin im Krankenhaus Hietzing.

Die Zentralafrikanerin blickt auf eine stramme rote Karriere zurück. Schon als Kind begleitete sie ihren Vater bei Hausbesuchen durch die SPÖ. Seit der ersten schwarz-blauen Regierung ist Ngosso politisch aktiv, weil sie „diesen Rechtsruck nicht einfach hinnehmen wollte“. Seit 2010 bei der SPÖ aktiv wurde Ngosso bei der letzten Wiener Wahl 2015 Bezirksrätin im ersten Bezirk.

Aktiver Refugees-welcome-Kurs

„Wenn wir nur an die Mobilisierung in Bezug auf Flüchtlinge denken, sind wir glücklich darüber, dass das warme soziale Herz Wiens triumphiert hat.“, bekannte die SP-Führungskraft. Damit ist auch klar, welcher politische Kurs im Herzen Wiens gefahren wird. Ob dies den designierten neuen Wiener Bürgermeister Michael Ludwig in seinem Vorhaben unterstützen wird, die vielen, vielen ehemaligen roten Wähler wieder für die SPÖ zu gewinnen?

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