Aufregung um Kinder, die in Wien für türkischen Nationalismus missbraucht wurden | Unzensuriert.at

Aufregung um Kinder, die in Wien für türkischen Nationalismus missbraucht wurden

Erdogans „Kulturvereine“ dienen zur Etablierung türkischer Gegengesellschaften in Europa. Foto: AK Rockefeller / flickr (CC BY-SA 2.0)
Erdogans „Kulturvereine“ dienen zur Etablierung türkischer Gegengesellschaften in Europa.
Foto: AK Rockefeller / flickr (CC BY-SA 2.0)
18. April 2018 - 9:00

Aufregung um eine nationalistische Veranstaltung in einem türkischen "Kulturzentrum" in Wien. Die Veranstalter ließen in Tarnanzügen gekleidete Kinder aufmarschieren, um in unserem Land türkischen Militarismus zu zelebrieren.

Türkische Kinder stellten historische Schlacht nach

Wie nun bekannt wurde, marschierten bereits am 18. März türkische Kinder in Uniform auf, um mitten in Wien die historische Schlacht von Gallipoli nachzustellen. Stattgefunden hat diese Aktion in einer Moschee, also einem vorgeblichen Gotteshaus, in der Dammstrasse in Wien-Brigittenau. Betrieben wird diese Moschee von der ATIB, einem vom Erdogan-Regime kontrollierten "Kulturverein", der in Österreich mehrere türkisch-islamische Zentren betreibt. Garniert war die Veranstaltung von züchtig in schwarze Kutten gehüllten Frauen, die wie auch die Kinder, türkische Nationalflaggen vor sich hertrugen.

Wiener Jugendamt prüft

Aufgeflogen ist das zweifelhafte Schauspiel durch Fotos, die in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden, worauf besagte Kinder salutierend und in Tarnuniformen zu sehen waren. Getrieben durch das mediale Echo, wurde das Wiener Jugendamt vom zuständigen Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) beauftragt, die mutmaßlich "jugendgefährdenden Umtriebe" in dieser Einrichtung zu untersuchen.

ATIB rudert zurück

Laut ATIB soll es sich bei dem Schauspiel grundsätzlich um eine Veranstaltung gehandelt haben, die „keineswegs dem türkischen Nationalismus und Militarismus“ dienen sollte. Und vorgeblich soll die Veranstaltung auf Veranlassung der ATIB-Zentrale ohnehin vor deren geplanten Ende abgebrochen worden sein.

FPÖ-Klubobmann Gudenus entsetzt

„Mit diesen Bildern ist wohl die Mär vom ach so friedlichen Islam widerlegt“, zeigt sich der freiheitliche geschäftsführende Klubobmann Johann Gudenus entsetzt. Unterstützt von Wiens Stadtregierung wachse hier eine gefährliche Subkultur heran – „ein Skandal“, so Gudenus. Es sei nun dringendst an der Zeit, dass in Österreich lebende Kinder vom Einfluss ultranationaler Türken und dem immer bedrohlicher werdenden politischen Islam geschützt würden.

Türkischer Nationalislamismus in Europa

„Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten", gab der nunmehrige türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan 1998 in einer Rede zum Besten. Und das waren keine leeren Worte. Konsequent versucht Erdogan seither, mit seinen als Kulturvereine getarnten Organisationen das Türkentum und den Islam in Europa zu etablieren.

Und wie er bereits unter Beweis gestellt hat, kann der Despot vom Bosporus in Wien auf Knopfdruck tausende Landsleute, ob mit oder ohne österreichischem Pass, aufmarschieren lassen. Auch bei der Abstimmung um eine neue, autokratische, Verfassung war auf sie Verlass. Schon längst hat sich eine muslimisch geprägte türkische Gegengesellschaft etabliert. Und wie man sieht, werden hierzulande schon die Kleinsten auf einen Nationalislamismus à la Erdogan hingetrimmt.

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