Islamischer Politaktivist im TV zu "Ehrenmord": "Das ist für uns ein Liebesdrama" | Unzensuriert.at

Islamischer Politaktivist im TV zu "Ehrenmord": "Das ist für uns ein Liebesdrama"

Ein Austro-Türke spielte in der Servus-TV-Diskussion "Ehrenmorde" als "Liebesdramen" herunter. Foto: PublicDomainPictures / pixabay.com
Ein Austro-Türke spielte in der Servus-TV-Diskussion "Ehrenmorde" als "Liebesdramen" herunter.
Foto: PublicDomainPictures / pixabay.com

Eine in den Mainstream-Medien völlig unbeachtete, aber dafür umso verabscheuungswürdige Szene spielte sich am Donnerstag in der Servus-TV-Reihe "Talk im Hangar 7" ab. Beim Thema "Streit ums Kopftuch: Retten Verbote die Integration?" gingen die Wogen hoch - und fast am Ende der Sendung kam es dann auch noch zum Eklat.

Moderator versank im Sessel

Als der Autor und Islamkritiker Hamed Abdel-Samad von Phänomenen sprach, "die wir aus anderen Communitys nicht kennen, wie Ehrenmorde, Terrorismus, Salafismus, Gewalt", sagte Politaktivist Hakan Gördü: "Das kennen wir anders. Das ist für uns ein Liebesdrama."

Moderator Michael Fleischhacker versank nach dieser Aussage des austro-türkischen Gastes im Sessel und verzog sein Gesicht. Worte dafür fand er keine mehr.

Vater stach auf Tochter ein, weil sie ihren Mann verlassen wollte

Dafür reagierte der frühere FPÖ-Politiker und Publizist Peter Sichrovsky empört und sagte: "Schauen Sie, gestern hat in einem deutschen Kaufhaus ein Vater seine Tochter mit mehreren Messerstichen fast ermordet, weil sie es gewagt hat, dem Vater zu sagen, dass sie ihren Mann verlassen will. Das war ein Liebesdrama?"

Hakan Gördu fiel dazu ein, dass man vom Islam austreten könne. Er war es auch, der im Laufe des Gesprächs "Grundgesetz oder Scharia" als "Gretchenfrage" bezeichnete.

Kinder als Leichen und Soldaten: Nur ein Theaterstück?

Das war nicht alles, was die Zuseher diesen Abend ins Staunen versetzte. Da war ja noch Adnan Dincer, Obmann der Arbeiterkammerfraktion "Neue Bewegung für die Zukunft" (NBZ), der nicht nur der Mehrheitsgesellschaft die Schuld an der gescheiterten Integration gab, sondern den Moschee-Skandal in Wien, bei dem Kinder Soldaten und Leichen spielen mussten, herunterzuspielen versuchte. Es sei ein Theaterstück gewesen in Erinnerung an die Schlacht von Gallipoli aus dem Jahr 1915.

Salutieren vor der türkischen Flagge

Tatsächlich sind auf Facebook Bilder aufgetaucht, auf denen Kinder in einer Wiener ATIB-Moschee Krieg in Tarnanzügen spielen (die gab es im 1. Weltkrieg noch lange nicht). Mehrere Buben salutieren darauf vor der türkischen Flagge, spielen tote Soldaten und werden mit türkischen Fahnen zugedeckt.

In der Tageszeitung Österreich sagt ÖVP-Abgeordneter Efgani Dönmez:

Dieses „Theaterstück“ hat nicht nur in der Moschee in Wien in der Dammstraße stattgefunden, sondern flächendeckend in vielen anderen europäischen Ländern. Man erkennt eine Systematik und Strategie dahinter.

SPÖ-Kern machte in ATIB-Verein Wahlkampf

Wien habe sich zum Hinterland für diese Vereine und Verbände entwickelt. Kern habe sie als Ansprechpartner gesehen, eine seiner Wahlkampf-Abschlussveranstaltungen 2017 im Kreis dieser Vereine gemacht. Hier erkenne man die Verwebung der Innenpolitik, speziell der SPÖ, mit diesen reaktionären Islamvereinen, so Dönmez in Österreich.

ATIB ist mit 65 Moschee-Vereinen in Österreich eine einflussreiche Kraft. Die FPÖ warnt seit Jahren vor ATIB und der "Milli Görüs"-Bewegung, die als eine Art Geheimdienst des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan angesehen wird.

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