Am 13. März 2017 krachte es in Hollabrunn (Symbolbild: Hauptplatz) gewaltig – 20 Wohnungen rund um den Tatort mussten evakuiert werden.

Foto: Bild: GuentherZ / wikimedia.org (CC-BY-3.0)
#Einzelfall: Versicherungsbetrug – Tschetschenen sprengten Türken-Pizzeria in die Luft

Am Wiener Landesgericht ist am Donnerstag der Prozess um die am 13. März 2017 in die Luft gejagte Pizzeria in Hollabrunn zu Ende gegangen. Laut Anklage wurde das Lokal in versicherungsbetrügerischer Absicht in die Luft gejagt. Nach sechswöchiger Verhandlung wurden sämtliche Beteiligte zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der Wirt (40) mit türkischen Wurzeln und österreichischer Staatsbürgerschaft war als Bestimmungstäter angeklagt. Mitzuverantworten hatte sich sein Neffe, der tatkräftig in die Planung des Brandanschlags eingebunden gewesen sein soll. Die beiden Tschetschenen (28, 43), die mit der Brandstiftung beauftragt worden waren, zeigen sich bereits beim Prozessauftakt teilweise geständig. Nach sechswöchiger Verhandlung wurden sämtliche Beteiligte zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, der Wirt fasste dreieinhalb Jahre aus, der Neffe vier und die beiden Tschetschenen drei bzw. vier Jahre. Drei wegen Erpressung angeklagte Tschetschenen wurden freigesprochen… mehr

Hier alle Einzelfälle vom April 2018.

Weitere Einzelfälle vom 20. April:

St. Pölten: Nach Freispruch wegen Vergewaltigung – kein Asyl für Afghanen
Der Asylantrag eines der beiden Afghanen, der im März gemeinsam mit einem weiteren 19-Jährigen vom Vorwurf der Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Tulln nicht rechtskräftig freigesprochen wurde, ist abgewiesen worden. Eine aufschiebende Wirkung gebe es nicht, teilte die Staatsanwaltschaft St. Pölten mit. Nun droht ihm die Abschiebung in seine Heimat. Die möglicherweise dramatische Folge: Sollte der Prozess neu aufgerollt werden, sei eine Verhandlung in Abwesenheit von Angeklagten nicht möglich, hieß es. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen die Freisprüche, die auf breiter Front für Empörung sorgten, im Zweifel Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet, über diese hat der Oberste Gerichtshof zu entscheiden. Auch Ewald Stadler, der Opfervertreter des Mädchens, hofft – wie berichtet – auf einen neuen Prozess… mehr

St. Pölten: Falsche Polizisten knöpften Autofahrern 64.000 Euro ab – Prozess
Selbstsicher und bestimmt waren zwei rumänische Staatsbürger zwischen Juni und November 2017 auf der A1 unterwegs, hielten entlang der A1 Fahrzeuge an und gaben sich als Zivilbeamte aus. Sechs Mal zogen sie die Masche in Niederösterreich durch, fünf Mal in Oberösterreich. Das Duo kontrollierte vor allem ausländische Autos, war auf betuchte Autohändler aus dem ehemaligen Ostblock spezialisiert. Unter dem Vorwand, deren Geld könne Falschgeld sein, untersuchten sie die Scheine, nahmen sie den Opfern ab oder einfach weg. Dabei nahmen sie den unschuldigen Lenkern insgesamt 64.000 Euro ab, bis sie ihrerseits von echten Autobahnpolizisten festgenommen wurden. Beim Prozess am Freitag in Sankt Pölten fasste der Haupttäter, der fallweise auch alleine als “Zivilpolizist” unterwegs war, drei Jahre aus, der Chauffeur kam mit 14 Monaten Haft davon…mehr

Korneuburg (NÖ): Inder misshandelte Freundin und ihr Kind jahrelang – Prozess
Schicksalhafte und vor allem schmerzhafte Beziehung für eine junge, einheimische Mutter (28) und deren Sohn (9): Rund zwei Jahre lang hat der Ex-Freund, ein Inder (22), die Frau und das Kind geschlagen, misshandelt und terrorisiert. Im Jahr 2015 hatte die Weinviertlerin den Mann kennen und lieben gelernt, 2016 verdrosch er sie laut Anklage mit einem Cricketschläger.Es folgte ein Betretungsverbot, ungeachtet des Verbotes zerrte der Inder seine Ex im Jahr 2016 aus der Wohnung, verletzte sie dabei, wurde zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt. Im Jahr 2017 setzte der aufbrausende Mann die Gewalttaten fort, drohte ihr bei Anzeige mit dem Tod. Als er sie mit Stahlkappen-Schuhen trat, erlitt sie Serienrippenbrüche. Der Inder wurde wegen mehrerer Körperverletzungen und fortgesetzter Gewaltausübung zu 2,5 Jahren Haft verdonnert, die offene Bedingte von drei Monaten wurde widerrufen – nicht rechtskräftig… mehr

Linz: 16-Jährige schlug zwei vermutlich afghanische Straßenräuber in die Flucht
Eine 16-jährige Linzerin ging am Mittwoch gegen 21.00 Uhr mit ihrem Hund auf dem Bauernberg westlich der Linzer Innenstadt spazieren. Da wurde sie plötzlich von hinten gepackt und man hielt ihr ein Messer an den Hals, schilderte die Jugendliche gegenüber der Polizei. Ein zweiter Täter forderte Geld von ihr. Die junge Frau trat den Räuber, der sie im Schwitzkasten hatte, mit Füßen. Er ließ daraufhin von ihr ab, und das Duo flüchtete ohne Beute. Laut Polizei beschrieb das Opfer die beiden als “vermutlich afghanischer Herkunft”… mehr

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