Publikum des WUK erteilt linker Stimmungsmacherei eine klare Absage

Das 1981 von Linken besetzte „Werkstätten- und Kulturhaus“ (WUK) in der Währinger Straße in Wien-Alsergrund. Foto: Bwag / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Das 1981 von Linken besetzte „Werkstätten- und Kulturhaus“ (WUK) in der Währinger Straße in Wien-Alsergrund.
Foto: Bwag / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
23. April 2018 - 8:13

Am 21. April fand im Wiener WUK das Konzert „Testreihe Wienerlied“ statt. Der Vorsitzende des Wiener Volksliedwerks, Herbert Zotti, hielt die Eröffnungsrede, die er für linke Stimmungsmacherei gegen die Regierung missbrauchte. Doch das Publikum wehrte sich dagegen lautstark.

Das WUK („Werkstätten- und Kulturhaus“) ist ein linkes Kulturzentrum, das 1981 "besetzt" wurde. Seit damals finden in der ehemaligen Lokomotivenfabrik regelmäßig linke Veranstaltungen, aber auch unpolitische Musikkonzerte statt. Rund 150 „autonome und basisdemokratische“ Gruppen haben sich in dem Gebäude angesiedelt, darunter linke bis linksradikale Gruppen wie der Verein „Asyl in Not“ oder die „Initiative Anticapitalista“.

Publikum rief „Keine Politik!“

Vor diesem Hintergrund, dachte Herbert Zotti wohl, er befände sich im WUK unter Gleichgesinnten und seine linken Parolen würden beim Publikum gut ankommen.

Zotti drosch in seiner Rede die üblichen Phrasen von Fremdenfeindlichkeit und Hetze, die sich angeblich im Land ausbreiten würden. Damit stieß er jedoch im Publikum auf massive Ablehnung. Zuerst rief nur einer, dann immer mehr „Keine Politik!“. Zotti reagierte verlegen und hielt sich in der weiteren Rede tatsächlich zurück mit politischer Stimmungsmacherei. Nur am Ende der Rede traute er sich noch, in Anlehnung an das bundesdeutsche „Hartz IV“ von einem drohenden „Kurz IV“ für Österreich zu warnen.

So konnte man als Besucher die interessante Erfahrung machen, dass linke Ideologie heutzutage nicht einmal mehr in einem linken Kulturzentrum populär ist.

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