Auch Schauspielerin Katharina Straßer muss mit ihrer Kochshow “Meine Mama kocht besser als deine” den Sendeplatz im Freitag-Hauptabendprogramm räumen.

Foto: Bild: Manfred Werner - Tsui - Own work / Wikimedia CC BY-SA 3.0
ORF produziert Quotenflops und verbannt sie dann in das Nachtprogramm

Ein Wiener ORF-Empfänger zahlt jedes zweite Monat 52,66 Euro GIS-Gebühr und muss sich dafür allerhand bieten lassen. In der nächsten Saison bekommt er für sein Geld kein Champions-League- oder Bundesliga-Spiel mehr ins Haus geliefert, sondern – allen Ernstes – nur noch Live-Übertragungen von Landesliga-Begegnungen.

Koch- und Quizshow werden in die Nacht verräumt

Wie der ORF zusehends zum “Ramschfernsehen” verkommt, zeigt auch das Beispiel zweier teuer produzierter und mit viel Pomp beworbener Quotenflops: Die Kochshow “Meine Mama kocht besser als deine” und die Gameshow “Zur Hölle damit” müssen nach nur drei Folgen den Sendeplatz am Hauptabend räumen. Nach nur drei Folgen! Ab 4. Mai werden sie nur noch ab cirka 22.00 Uhr zu sehen sein.

“Mitten im 8en” nach Stiftungsrat-Intervention eingestellt

Die schlechten Zuschauerzahlen – zuletzt erreichten die beiden Shows durchschnittlich nur noch 170.000 beziehungsweise 194.000 Leute – erinnern frappant an den wohl größten Reinfall der jüngsten Fernsehgeschichte. Im Jahr 2007 wurde die Serie “Mitten im 8en” als Herzstück einer umfassenden und richtungsweisenden Sendereform beworben – und galt bereits drei Wochen nach ihrer Premiere als gescheitert.

Interessant bei diesem Fall: Mehrere ORF-Stifungsräte hatten sich öffentlich für die umgehende Einstellung der Serie ausgesprochen, bis sie per 29. Juni 2007 mit der 56. Folge tatsächlich das Zeitliche segnete. Damals hat sich also der Stiftungsrat des ORF, das höchste Aufsichtsgremium, im Sinne der Seher für das Aus stark gemacht und damit ins Handwerk der ORF-Filmemacher gepfuscht. Der mediale Aufschrei darüber blieb aus.

Mediale Aufregung über Forderung von objektiver Berichterstattung

Warum das von Relevanz ist? Weil erst jetzt eine künstliche mediale Aufregung inszeniert wurde, als der FPÖ-nahe ORF-Stiftungsrat Norbert Steger von den Korrespondenten eine objektivere Berichterstattung einforderte. Da hieß es gleich, Steger dürfe sich in die redaktionellen Belange nicht einmischen.

Und Kabarettist Leo Lukas ließ sich – wohl im vorauseilenden Gehorsam gegenüber dem Rotfunk – zu einer mit nichts zu entschuldigenden Wortwahl hinreißen:

Und an Hrn. Steger gerichtet, ganz persönlich: Komm geh einfach sterben. Es wäre besser für uns alle, auch für deine eigenen Kinder.

Programm für rot-grüne Minderheit

Dass der ORF im Kampf um Quoten immer mehr Ramsch produziert, hat eine Reihe von Gründen. Zum einen kommen bei der Gestaltung von Serien Menschen zum Zug, die in das rot-grüne Gesinnungsbild der ORF-Mächtigen passen und dementsprechend Programm für Minderheiten machen. Zum anderen wird am Küniglberg seit Jahrzehnten eine Personalpolitik ganz im Sinne der Vetternwirtschaft betrieben. Nicht die Besten werden ins Bild und an wichtige Schaltstellen gesetzt, sondern jene, die einen Vater, einen Bruder oder einen Onkel in der ORF-Führungsetage sitzen haben.

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