Das Bekenntnis zum Kreuz und zum christlichen Erbe ist keine Erfindung Markus Söders – HC Strache tat dies schon vor Jahren.

Foto: Bild: pxhere.com
Söder mit dem Kreuz: Ein fleißiger Schüler – oder wie sich die Bilder gleichen

Wie unzensuriert umgehend berichtete, hat Bayerns Ministerpräsident  Markus Söder mit seiner CSU-geführten Staatsregierung beschlossen, dass ab 1. Juni diesen Jahr in jeder Behörde des Freistaates Bayern ein Kreuz hängen müsse. Bemerkenswerterweise ging er gleich selbst zu Werke und hängte vor den Augen der Öffentlichkeit im Eingangsbereich seiner Staatskanzlei ein Kreuz auf.

Strache trat schon vor Jahren für christliches Erbe ein

Nun, gerade Beobachter des öffentlichen Lebens in Österreich mögen sich denken: Wie sich doch die Bilder gleichen. Erinnert der Kreuz-tragende Söder Menschen mit gutem Gedächtnis doch heftig an den FPÖ-Obmann und jetzigen Vizekanzler der Alpenrepublik, Heinz-Christian Strache, wie dieser schon vor Jahren mit dem Kreuz in der Hand öffentlich Stellung für christliches Erbe bezog. Nicht gerade an überfüllten Kirchen, Klöstern und Priesterseminaren, sondern wohl eher am Gegenteil leidend, war es dann umgehend der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Christoph Kardinal Schönborn, der politisch ganz korrekt HC Strache umgehend “die Leviten” las.

Auch Gratis-Blatt Heute bemerkte Ähnlichkeiten

Der aufstrebende FPÖ-Chef, mehr und mehr österreichische Wähler sowie Freunde in anderen Ländern ließen sich dadurch aber nicht beirren. Auch in den folgenden Jahren scheute sich HC Strache nicht, für das Kreuz öffentlich Stellung zu beziehen. Während es sonst in Medien gerne ” übersehen” wurde, so dokumentierte doch immerhin die österreichische Gratis-Zeitung Heute in ihrer Ausgabe vom 26. April 2018 auf Seite 6 die ins Auge springende Ähnlichkeit eines offensichtlich Jahre zurückliegenden öffentlichen Auftritts Straches mit dem Kreuz in der Hand und der nunmehrigen Selbstdarstellung des CSU- Mannes Söder mit dem Kreuz in der Hand.

Alle anderen Mainstream-Medien schwiegen

Warum wurde diese auffallende Ähnlichkeit in Mainstream-Medien nicht ernsthaft thematisiert? Will man in “politisch korrekten” Medien um der eh schon arg zerzausten und dezimierten sogenannten Großen Koalition willen vielleicht dem bundesdeutschen Unions-Spitzenmann Söder eine arge Peinlichkeit ersparen?

Wahlsieger Matteo Salvini mit Rosenkranz und Evangelienbuch

Hat sich da vielleicht der mit schlechten Umfragewerten kämpfende Söder als aufnahmebereiter Schüler des “notorischen” Wahlsiegers aus der Alpenrepublik Strache in Szene gesetzt? Nun eine Anregung mag auch vom rechten Wahlsieger bei den jüngsten Wahlen in Italien, Matteo Salvini, geliefert haben. Der Parteifreund Straches im Rahmen der Europapartei “Bewegung für ein Europa der Nationen und der Freiheit/Movement for a Europe of Nations and Freedom” hatte es doch tatsächlich gewagt, im Wahlkampf mit dem Rosenkranz und einem Evangelienbuch aufzutreten und sich, gleich Strache, ausdrücklich zum christlichen Erbe zu bekennen.

Linksruck schadete der Kirche

Nicht überraschend gab es dazu auch in Italien “politisch korrekte” Kirchenmänner, deren Tiraden gegen Salvini nicht auf sich warten ließen. Den Wahlsieg Salvinis förderte all dies ganz offensichtlich und hinderte ihn nicht. Das zeitgeistorientierte Verhalten einiger Kirchenleute gegen “Rechts” ist umgekehrt der Kirche wieder einmal nicht gut bekommen. Die katholische Zeitung Tagespost schreibt in ihrer Ausgabe vom 8. März diesen Jahres auf Seite 7:

Als Verlierer steht auch die Kirche Italiens da. Sie hatte sich mit den alten Eliten mehr und mehr solidarisiert, pflegte gute Kontakte zu Renzi und dem scheidenden Regierungschef Paolo Gentiloni. Der Widerstand gegen das Gesetz zur Patientenverfügung war sehr verhalten, dagegen attackierten der Konferenzvorsitzende Kardinal Gualtiero Bassetti und der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Nunzio Galantino, immer wieder die ausländerabweisende Flüchtlingspolitik der Lega – erst recht als Salvini im Wahlkampf tönte, er trage immer einen Rosenkranz bei sich und werde seinen Amtseid als Ministerpräsident nicht auf die Verfassung, sondern auf die Bibel ablegen

Salvini sieht Strache als Vorbild – und Söder?

Der aufrichtige Lega-Chef Salvini gibt offen zu, dass Österreichs nunmehriger Vizekanzler Strache sein Vorbild ist. Bayerns vielleicht nur Kurzzeit-Ministerpräsident Söder ist da nicht so offenherzig. Wer wollte es ihm denn verargen, sollte auch er sich zu dem Politiker mit dem Kreuz Heinz-Christian Strache als politischem Vorbild bekennen und dabei vielleicht auch ein bisschen Matteo Salvini Anerkennung zu zollen?

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link