Eine Frau musste ihr Leben lassen, weil ein Intensitäter immer wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.

Foto: Bild: Maarten Van Damme / flickr (CC BY 2.0)
#Einzelfall: Hochgradig gefährlicher Intensivtäter 30 Mal aus Haft entlassen – dann Mord

Der lasche Umgang mit gewalttätigen Intensivtätern stößt auf immer mehr Unverständnis empörter Bürger. Warum das so ist, zeigt unser heutiger Einzelfall in erschreckender Weise auf.

Selbst “Hells Angels” erschien Gewalttäter zu unberechenbar

Die Frage ob  der Mord an Patrycja F. (32) vor eineinhalb Wochen hätte verhindert werden können, wirft bz-berlin.de in der Ausgabe vom 29. April auf. Und dort kann man auch lesen, dass einer der gefährlichsten kriminellen Gewalttäter, der für seine Wut- und Gewaltausbrüche im Kiez bekannt  war, bereits 30 Mal in Polizeigewahrsam war, aber nach jeder Festnahme aufgrund richterlicher Beschlüsse oder psychiatrischer Gutachten wieder frei kam. Selbst die “Hells Angels”, deren Mitglied er einst war, sahen das anders. Sie warfen den Ex-Rocker wegen Unberechenbarkeit aus ihrem Club. “Alle paar Wochen stach er jemanden ab, schlug er jemanden zusammen”, schreibt ein Leser der B.Z.

Intensivtäter bedroht sogar Polizeibeamte – keine Festnahme

Auf einem Video, das der B.Z. vorliegt, droht T.: “Wer was will, ob es ein Kurde, Tschetschene oder Boxer ist, ich habe keine Angst vor euch! Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich f.e eure Mütter, ihr Bastarde!” Sogar Verkäuferinnen in einem Spätverkauf an der Lübecker Straße (Moabit) präsentiert er sich “artgerecht”: “Das bezahle ich nicht. Wenn es dir nicht passt. kannst du ja die Polizei holen” schleudert er ihr entgegen, als er mit einem Messer im Hosenbund ein Bier aus dem Kühlregal nimmt. Die Frau ruft ihren Ehemann an und der alarmiert die Polizei. “Ich habe denen gesagt, ihr müsst richtige Kerle schicken. Der Typ ist krass und gefährlich”, so der 47-Jährige. Zwei junge Polizistinnen und zwei männliche Kollegen gelingt es immerhin, ihm das Geld für das nicht bezahlte Bier abzunehmen. Von T. werden sie angebrüllt. “Kommt mir nicht zu nahe, sonst zerquetschte ich euch wie Würmer”.

“Hilfe, Hilfe, Mama ist tot”

Einmal mehr wurde der Intensivtäter nicht aus dem Verkehr gezogen. Das traurige Ergebnis kann man ebenfalls in der genannten Zeitung lesen: Einen Tag später hören Nachbarn vor dem Wohnhaus von Ahmed T. die Kinder schreien: “Hilfe, Hilfe, Mama ist tot!”

Der Fall erinnert an einen Afrikaner in Wien, der auch jahrelang verhaltensauffällig und gewalttätig unterwegs war, aber von den Behörden quasi “vergessen” und weder behandelt noch abgeschoben worden war. Im Mai 2016 erschlug er dann ohne ersichtlichen Grund mit einem Eisenrohr eine Putzfrau, die frühmorgens am Weg zur Arbeit war und eine fassungslose Familie hinterließ.

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