1. Mai: Der Abschied der SPÖ von der Wirklichkeit

Nicht nur der designierte Wiener Bürgermeister Michael Ludwig gab sich am 1. Mai die Ehre, sondern auch reichlich Einwanderervolk. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Nicht nur der designierte Wiener Bürgermeister Michael Ludwig gab sich am 1. Mai die Ehre, sondern auch reichlich Einwanderervolk.
Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
2. Mai 2018 - 9:00

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Traditionell beging die SPÖ auch dieses Jahr ihren 1. Mai. Wer nicht nur den Worten gelauscht, sondern die Szene als Ganzes beobachtet hat, musste eines erkennen: Diese Partei hat keinen Sinn mehr für die Realität in diesem Land.

Die SPÖ ist in der Opposition. Verwunderlich ist daher nicht, dass alle Redner scharfe Kritik an der Bundesregierung übten. Was dennoch irritiert: Alle angesprochenen Probleme hat die Partei selbst mit verursacht oder zumindest nicht gelöst.

Die Arbeiterpartei heißt heute FPÖ

Der designierte neue Bürgermeister von Wien, Michael Ludwig, eröffnete mit seiner Rede die Veranstaltung. Dem Thema des Tages entsprechend widmete er sich der Arbeit. ÖVP und FPÖ stellte er wie Sklaventreiber dar, die Angestellte für steuerbegünstigte Reiche schuften ließen.

Offensichtlich reflektiert in der Partei niemand, warum die FPÖ die Sozialdemokratie als Arbeiterpartei abgelöst hat. Die SPÖ war es immerhin, die stets auf Einwanderung gesetzt hat. Dadurch ist vor allem im niedriger qualifizierten Bereich ein erheblicher Konkurrenzdruck entstanden, der Löhne gesenkt und den Wettbewerb härter gemacht hat.

Zudem war es die SPÖ selbst, die mit ihrer Hörigkeit gegenüber der EU die hochgelobte Sozialpartnerschaft geschwächt hat. Früher hatten Streiks und Drohungen der Arbeitnehmer einen Effekt. Heute wandern Unternehmer einfach ab, wenn andere die Arbeit billiger machen.

Importierte Konflikte, Unsicherheit und Islamisierung

Christian Kern war es nicht zu peinlich, zum wiederholten Mal die Antisemitismus- und Nazikeule auszupacken. Offensichtlich dürfen in seinen Augen weder George Soros noch die Masseneinwanderung kritisiert werden. Dabei war sogar bei der Veranstaltung vor dem Rathaus alles zu sehen, wovor Kritiker immer gewarnt haben. Von importierten Konflikten bis zur Islamisierung. 

Die Flagge Syriens, die Flagge Palästinas und vor allem türkische Fahnen – alles war vertreten. Vom Syrien-Krieg über den Kurden- bis zum Nahostkonflikt: All das wird in die Straßen Wiens getragen. Auch die Unsicherheit als Folge offener Grenzen war allgegenwärtig. Natürlich nicht in den Ansprachen, da wurde der "Buntheit" ein Stelldichein gesungen.

Aber ein Polizeihubschrauber überkreiste die von der WEGA-Einheit mit Sturmgewehren geschützte Veranstaltung. Mit den ganzen obligatorischen Kameras am Schauplatz fühlte man wohl, wie sich ein Polizeistaat anfühlen könnte. Wie ironisch, dass gerade dort davor gewarnt wurde – Stichwort Sicherheitspaket.

"Antifa" mit eigenem Stand vertreten

Eine Organisation, die stets einen Anlass für verschärfte Sicherheitsmaßnahmen erzwingt, war auf dem Fest sogar mit einem eigenen Stand vertreten: die "Antifa". Wie viele Käufer und Verkäufer dieses Standes befinden sich wohl nur deswegen noch in Freiheit, weil sie auf irgendwelchen Überwachungsvideos vermummt nicht zu erkennen sind? Interessant wäre übrigens, ob der Grazer Staatsanwalt sich zu einer Intervention motiviert fühlt. Er arbeitet bekanntlich sehr proaktiv, wenn er eine Organisation für kriminell hält.

Häupels Nachfolge

Am Ende der Veranstaltung wurde Michael Häupl von seinem Nachfolger unter dem größten Applaus des Tages verabschiedet. Ob er wohl den Niedergang der SPÖ wird abwenden können? Unwahrscheinlich. Wahrscheinlich wird Ludwig nicht viel länger Bürgermeister sein als Christian Kern Kanzler. Es sei denn, die SPÖ kann nach Tal Silberstein noch David Copperfield engagieren, den weltberühmten Zauberer.

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