Belgien: Islam-Partei plant islamischen Staat

Das französische Akronym der belgischen Islam-Partei steht für "Integrität, Solidarität, Freiheit, Authentizität, Moral", inhaltlich für die Scharia. Foto: JosvdV / pixabay.com
Das französische Akronym der belgischen Islam-Partei steht für "Integrität, Solidarität, Freiheit, Authentizität, Moral", inhaltlich für die Scharia.
Foto: JosvdV / pixabay.com
2. Mai 2018 - 12:00

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Belgien mit seinen aktuell etwa 850.00 Moslems bei rund 11,35 Millionen Einwohnern ist in Sachen „Toleranz“ unter den Vorreitern Europas zu finden. So ist es auch nur folgerichtig, dass sich 2012 in Belgien eine Islampartei gründete. Laut der französischen Zeitschrift Causeur ist deren Programm „verwirrend einfach: Ersetzen Sie alle Zivil- und Strafgesetzbücher durch die Scharia. Punkt“.

Brüssel – Hauptstadt Europas mit einem Drittel Moslems

40 Prozent der belgischen Moslems wohnen in der Hauptstadt Brüssel, wo sie ein Drittel der Bevölkerung stellen. Davon ist rund ein Drittel türkischer, zwei Drittel marokkanischer Herkunft. Weitere Herkunftsländer sind Albanien, Pakistan, Ägypten sowie die anderen maghrebinischen Länder.

Redouane Ahrouch, einer der drei Gründer der Partei, erklärte unlängst selbstbewusst: „In zwölf Jahren wird Brüssel mehrheitlich aus Muslimen bestehen".

Gute Chancen bei den Kommunalwahlen im Oktober

Bei den Wahlen 2012 gewann die Partei auf Anhieb in zwei von drei Bezirken, wo sie Kandidaten aufstellte. Bei den nun anstehenden Kommunalwahlen im Oktober wird die Islam-Partei schon in 28 Gemeinden kandidieren, in Brüssel auf 14 von 19 möglichen Listen.

Die Forderungen der Islampartei sind aktuell das Tragen des muslimischen Kopftuchs in der Schule und Halal-Fleisch beim Schulmenü sowie islamische Feiertage. Redouane Ahrouch, einer der drei Gründer der Partei, schlug außerdem vor, Männer und Frauen in öffentlichen Verkehrsmitteln zu trennen.

Die Führer der Islampartei haben auch erklärt, Belgien in absehbarer Zeit in einen islamischen Staat verwandeln zu wollen. Sie nennen es „islamistische Demokratie“ und haben als Zieldatum das Jahr 2030 festgelegt – in Anbetracht der demographischen Entwicklung keine Utopie.

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