Sahra Wagenknecht fordert ihre Partei auf, den Unmut in der Bevölkerung über die Zuwanderung ernst zu nehmen.

Foto: Bild: Heike Huslage-Koch / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Linke Erkenntnis zur Einwanderung: Wer Probleme wegredet, dem hört man nicht mehr zu

Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht warnte via FAZ die Linke davor, eine “neugrüne Lifestyle-Partei” zu werden. Die Grünen würden die “Traditionen und die Identität der kleinen Leute verachten”, was ihnen bekanntlich die Gefolgschaft der Wähler kostet.

Die Probleme, mit denen die unteren sozialen Schichten täglich zu tun hätten, seien zwar nicht mit der Flüchtlingskrise entstanden, aber hätten “sich dadurch oft verschärft”, etwa die Konkurrenz um schlecht bezahlte Jobs und leistbare Wohnungen. Auch das Problem der mangelnden öffentlichen Sicherheit trifft vor allem die “kleinen Leute”. Mit ihrer Kritik wirft Wagenknecht den Linken vor, diese Faktenlage nicht wahrzunehmen.

Wahre Worte von Sahra Wagenknecht

Wagenknecht, die bereits als Galionsfigur der Linken gehandelt wurde, bekennt, dass in Deutschland längst Parallelwelten entstanden sind, in denen sich darüber hinaus ein radikalisierter Islam ausbreitet. Es sei ein Problem, “wenn in ärmeren Vierteln bis zu 80 Prozent der Kinder bei der Einschulung kaum Deutsch sprechen”.

Dann liest Wagenknecht ihren Gesinnungsgenossen die Leviten: Es ist “ganz sicher keine linke Politik, die Betroffenen dann vom hohen Ross des gutsituierten Politikers zu belehren, sie sollten die neue Vielfalt doch als Gewinn betrachten”. Sie warnt: “Wer Probleme wegredet, dem hören die Leute am Ende eben nicht mehr zu.”

Beißreflex gegen AfD

Genau das ist die Basis des Erfolgs der AfD: Sie blendet weder die Probleme aus, noch belehrt sie die Menschen, was sie zu denken und zu fühlen haben. “Die Sorgen und der Unmut der Leute haben per se nichts mit Rassismus zu tun, sie sind das Ergebnis einer falschen Politik, und die zu attackieren ist die ureigene Aufgabe der Linken.”

Letztlich bleibt sich die Linken-Politikerin dann aber wieder treu: Anstatt Lösungen für die Probleme zu präsentieren, beklagt Wagenknecht, dass mit dem Ausblenden der Realität die Menschen in die Arme der AfD getrieben würden. Dabei spart sie auch nicht mit der medial bestens transportierten Unterstellung, wonach die AfD “die entsprechende Ängste dann ins Rassistische wendet” – was immer das auch bedeuten mag.

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