Die Uni Köln kontrolliert nach Beschwerden linker Studenten die Bauarbeiter auf ihre Kleidung (Symbolbild).

Foto: Bild: James Seward / wikimedia (public domain)
Wegen angeblich „rechter“ Kleidung: Uni Köln kontrolliert Bauarbeiter akribisch

Seit einigen Tagen wird auf der Uni Köln akribisch kontrolliert. Rundgänge und Sichtungskontrollen werden durchgeführt, nicht existierende Kleidungsvorschriften auf ihre Einhaltung überprüft. Die Rede ist allerdings nicht von Prüfungen, sondern von Rundgängen auf der Baustelle. Einem Augenschein wird aber nicht der Baufortschritt unterzogen, sondern die Kleidung der Arbeiter. Studenten beklagten nämlich, dass Bauarbeiter Kleidung des arabischen Markenherstellers Thor Steinar tragen würden. Die T-Shirts des Investors aus Dubai würden nämlich als „rechtsextremes“ Kennzeichen dienen.

Rektorat geht vor linken Studenten in die Knie

Das Rektorat reagierte natürlich umgehend auf die Beschwerde der Studentenvertretung AStA und holte die Baufirmen zum Rapport. „In letzter Konsequenz wären wir auch berechtigt, Verträge zu kündigen“, heißt es von der verantwortlichen Stelle. Das war aber angeblich gar nicht notwendig, denn die Baufirmen zeigten sich umgehend einsichtig und mahnte ihre Mitarbeiter, besagte Kleidung nicht mehr zu tragen.

Studentenvertretung ruft zur Denunziation auf

Bei Kontrollgängen der Uni Köln zeigte sich ein erster Erfolg, es habe seither keine Auffälligkeiten mehr gegeben und die besorgten Studenten keinen Grund mehr, sich vor den arbeitenden Männern zu fürchten. Auf der Facebookseite der Studienvertretung findet sich dennoch der Aufruf, ungeniert Meldung zu erstatten, falls ein Arbeiter seiner Freiheit nachkommt und Kleidung besagter Marke trägt: „Falls es dennoch zu weiteren Fällen kommen sollte, wäre es sehr hilfreich, wenn bei Meldung der genaue Standort (das Gebäude, an dem gearbeitet wrid) und der genaue Zeitpunkt genannt wird“.

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