Einstieg an der Börse - Darauf sollte man achten | Unzensuriert.at

Einstieg an der Börse - Darauf sollte man achten

Börsenhandel mit dem Laptop Foto: Photo by Carlos Muza on Unsplash
Börsenhandel mit dem Laptop
Foto: Photo by Carlos Muza on Unsplash
5. Juni 2018 - 0:27

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Wenn es um die Börse geht, findet sich ein nur kleiner Prozentsatz an Menschen, die mit Wertpapieren wie Aktien, Fonds oder Anleihen handeln. Das hängt oftmals damit zusammen, dass man die Investitionen als zu riskant betrachtet oder überwältigt ist von dem schier unübersichtlichen Marktangebot und daher nicht weiß, wo es sich lohnt, zu investieren. Dabei zählen Wertpapiere zu den besten Anlagemöglichkeiten, da sie über einige der höchsten Renditen verfügen. Dennoch ist es wichtig, sich vorher gründlich zu informieren und bei einem Kauf nichts zu überstürzen. Welche Ratschläge kann man Einsteigern des Börsenhandels geben und gibt es Sektoren, die sich besonders lohnen können?

Drei wichtige Arten von Börsenpapieren

Es gibt verschiedene Arten von Wertpapieren, zu den wichtigsten zählen Aktien, Anleihen und ETFs. Aktien sind wohl die bekannteste Form der Börsenpapiere. Hier erschafft ein Unternehmen mehr Eigenkapital, indem es Anteile seines Unternehmens an Investoren verkauft, die ebenfalls ein Mitspracherecht im Unternehmen, passend zu den Anteilen erhalten. Hier können sich besonders Tech-Unternehmen, digitale Konzerne, Start-ups und Entertainmentfirmen wie Mr Green lohnen. Anleihen sind die zweite Möglichkeit eines Unternehmens, über eine Fremdkapitalfinanzierung an Geld zu gelangen. Der größte Unterschied besteht darin, dass der Käufer hier keine Unternehmensanteile erwirbt. Dies kann jedoch auch von Vorteil sein, denn wenn das Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten steckt, werden die Gläubiger zuerst bedacht. Neben Unternehmensanleihen bilden Staatsanleihen hier eine solide Investmentmöglichkeit. Bei ETFs handelt es sich um Fonds, bei denen man nicht auf einzelne Unternehmen, sondern einen ganzen Index, wie zum Beispiel den DAX, setzt. Beim Handel mit ETFs kommt es besonders darauf an, Diversifikation zu betreiben. Das bedeutet ganz konkret, dass man sein Geld nicht nur auf einen Index setzt, sondern über mehrere verteilt. Somit senkt man Risiken erheblich.

Wissen ist Macht

Man sollte sich zuerst darüber im klaren sein, welches Ziel man an der Börse verfolgen will. Durch kurzfristiges Denken gibt es theoretisch die Chance, auch schneller an Geld kommen. Allerdings ist das Risiko hier um einiges höher. Daher lohnt sich an der Börse ein langfristiges Denken viel mehr, da man hier von einer statistisch viel besseren Rendite profitieren kann. Man muss verstehen, dass man an der Börse einen Marathon und keinen Sprint läuft. Besonders Anfänger sollten anfangs nicht zu große Beträge ausgeben, sondern klein anfangen. Hinzu kommt, dass Anleger an der Börse meistens scheitern, wenn sie in eine riskante Aktie investieren. Diese versprechen zwar lukrative Renditen, aber wie schon erwähnt, handelt es sich dabei um eine kurzfristige Taktik, die meist nicht aufgeht. Vielmehr sollte man in solide Unternehmen und Branchen investieren, die großes Entwicklungspotenzial besitzen. Hier kann man von der Börsenlegende Warren Buffett lernen, der beim Wertpapierhandel immer auf gute Unternehmen und nicht schnelle Profite setzte. Dieses Denken half ihm, nach Bill Gates zum zweitreichsten Menschen der Welt zu werden. 

Beispiel am DAX

Langfristige Sparpläne sind natürlich auch nicht absolut risikofrei, bieten aber sehr gute Chancen. Anleger, die über 20 Jahre hinweg (1996-2015) stetig in den DAX investiert hatten, konnten in manchen Jahren eine Rendite von 20%  kassieren. In dreien dieser Jahre verlor der Dax zwar auch 20 % seines Wertes, aber wenn man alles zusammenrechnet, lag die durchschnittliche Jahresrendite hier immer noch bei 8,1 % pro Jahr - und das trotz heftiger Schwankungen. Der Handel an der Börse funktioniert also. Man muss nur einen kühlen Kopf behalten und eine langfristige Strategie verfolgen.

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