#Einzelfall: Kein "Unfall" sondern Mord: 15 Jahre Haft für Todesschuss in der Kaserne

Aus einem Sturmgewehr 77 löste sich der tödliche Schuss - aber nicht beim "Herunterfallen", wie der Sachverständige glaubhaft widerlegte. Foto: MoserB / wikimedia.org (PD-user)
Aus einem Sturmgewehr 77 löste sich der tödliche Schuss - aber nicht beim "Herunterfallen", wie der Sachverständige glaubhaft widerlegte.
Foto: MoserB / wikimedia.org (PD-user)
14. Juni 2018 - 23:14

Schuldspruch für Ali Ü. - jenen 22-Jährigen, der seinen Bundesheer-Kameraden am 9. Oktober 2017 in der Albrechtskaserne in Wien-Leopodstadt erschossen hat! Rekrut Ismail M. (20) hatte nicht die geringste Überlebenschance. Der Kopfschuss zerschmetterte das Gehirn in Bruchteilen von Sekunden.  Ali Ü. spricht bis zuletzt von einem Unfall. Die Waffe sei von selbst losgegangen. Etwas, das der Ballistik-Gutachter nicht nachvollziehen konnte. Und auch die Laienrichter nicht: Ü. wurde am Donnerstag am Wiener Straflandesgericht wegen Mordes zu 15 Jahren Haft verurteilt. Verteidiger Manfred Arbacher-Stöger (Kanzlei Rifaat) meldete Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. Nicht rechtskräftig... mehr

Hier alle Einzelfälle vom Juni 2018.

Weitere Einzelfälle vom 14. Juni:

Wien: Aktion scharf gegen Drogenhändler - flüchtender Dealer rannte vor ein Auto
Mit insgesamt fünf Festnahmen endeten Aktionen zweier Außenstellen des Landeskriminalamtes Wien am Mittwoch. Bei einem Schwerpunkt der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS), welche im Kampf gegen den Drogenhandel in verschiedenen Gemeindebezirken durchgeführt worden war, gelangen darüber hinaus fünf weitere Festnahmen. Die durchwegs ausländischen Drogenhändler verkauften Cannabis, Kokain und Heroin. Besonders turbulent gestaltete sich die Festnahme eines Drogenhändlers in Wien-Landstraße, der Cannabis an einen Zivilbeamten verkaufen wollte. Im Zuge der Festnahme flüchtete der Mann und rannte blindlings in den dichten Verkehr am Heumarkt. Erst als ihn ein Auto angefahren hatte, konnte die Festnahme erfolgen. Quelle: LPD Wien

Korneuburg (NÖ): Bosnier mieteten unter falschem Namen Autos und brachten sie nach Serbien - Prozess
Endstation Anklagebank für zwei Bosnier (41, 33) am Donnerstag: Der 41-Jährige suchte auf willhaben.at nach geeigneten Mietfahrzeugen, mietete die Wagen unter falschem Namen und falschem Ausweis. Dann hinterlegte der Bosnier einige hundert Euro Kaution, fuhr weg und übergab das Fahrzeug an den 33-Jährigen, der brachte das Auto nach Serbien und übergab die Fahrzeuge an den Bandenchef. Fünf Pkw wurden dort dann "überarbeitet". Schadensumme: 107.000 Euro. Die Tatorte: Bezirk Mistelbach, Rainbach (OÖ), zwei Mal Graz und Tribuswinkel (Baden). Urteile: 24 Monate teilbedingt (davon acht Monate unbedingt) für den 33-Jährigen, 30 Monate bedingt für den 41-Jährigen (nicht rechtskräftig)... mehr

Weiz (OÖ): Afghanischer Haschisch-Lieferant kam gerade, als Polizei in der Wohnung war
Montag Nachmittag führten Drogenfahnder Erhebungen in einer Wohnung in Weiz durch. Dabei überprüften sie den 26-jährigen Mieter und seinen 23 Jahre alten Mitbewohner und stellten Drogen und Utensilien für deren Konsum sicher. Weiters wurde in der Wohnung ein anwesender 28-Jähriger festgenommen, da er zur Verhaftung ausgeschrieben war. Während der Amtshandlung betrat ein in Weiz lebender Afghane (24) die Wohnung. Er hatte die Absicht, den beiden Mietern rund 25 Gramm Marihuana zu überbringen. Als er die Polizisten bemerkte, wollte er die Wohnung wieder verlassen, konnte aber von den Polizisten daran gehindert werden. Im Zuge einer weiteren Nachschau im Quartier des 24-Jährigen konnten ebenfalls rund 25 Gramm Marihuana sichergestellt werden. Quelle: LPD Oberösterreich

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