Drei historische Pavillons der Semmelweis-Grundstücke wurden zum Schaden des Steuerzahlers viel zu billig verkauft.

Bild: Boatschafter / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Semmelweis-Grundstücke und Pavillons: Gemeindeeigentum viel zu billig verkauft

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt zu mehreren Liegenschaftsverkäufen der Stadt Wien.

Zinshaus für Gutachter

Ein Gutachter hatte über seine Firma im Jahr 2010 ein Zinshaus auf den Semmelweis-Gründen um 500.000 Euro erstanden – quasi ein Geschenk, wenn man die Immobilienpreise in dieser Lage kennt.

Dieser Gutachter erstellte im Auftrag der Stadt Wien auch Gutachten für die Semmelweis-Grundstücke.

Semmelweis-Grundstücke

Auf Basis eines dieser Gutachten verkaufte die rot-grüne Stadtregierung Grundstücke auf den Semmelweis-Gründen an die „At Home“-Immobilien GmbH. Hinter ihr steht mit 82 Prozent die Mehrheitseigentümer „Bau Holz“, die SPÖ-nahe Gewerkschaft. Viel zu günstig wechselten die Grundstücke den Besitzer und auch ganz ohne Ausschreibung.

Pavillons auf den Semmelweis-Gründen

Auf die Einschätzung dieses Gutachters hin wurden auch drei historische Pavillons auf dem Semmelweis-Areal verkauft. 2012 erwarb die Amadeus Campus Eigentümergesellschaft um 14,2 Millionen Euro die Pavillons, ebenfalls weit unter dem Marktwert.

Die anderen drei Pavillons, in denen derzeit noch die Frauenklinik untergebracht ist, sollten ursprünglich auch verkauft werden. Angesichts des aktuellen Desasters und den Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft rudert die Stadt Wien zurück.

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