Rohstoffe, Waffen & Co.: Donald Trumps „America first“ war durchaus ernst gemeint | Unzensuriert.at

Rohstoffe, Waffen & Co.: Donald Trumps „America first“ war durchaus ernst gemeint

Chona importierte zuletzt US-Sojabohnen um 14 Milliarden Dollar - das könnte heuer empfindlich teurer werden. Foto:  Matthew Turner  / pexels.com
Chona importierte zuletzt US-Sojabohnen um 14 Milliarden Dollar - das könnte heuer empfindlich teurer werden.
Foto: Matthew Turner / pexels.com
2. Juli 2018 - 16:26

Während seiner ersten Auslandreise im Mai 2017 verkaufte Donald Trump in Saudi Arabien Rüstung um 110 Milliarden und andere Güter um weitere 240 Milliarden Dollar. „Ein starkes Signal gegen den gemeinsamen Feind“ sollte das sein. Woher sollen die Saudis das viele Geld nehmen? Ölpreis erhöhen! Also wurde folgerichtig zuerst das Atomabkommen mit dem Iran gekündigt (ohne die EU zu fragen), und jetzt ein Exportverbot für iranisches Öl verhängt (ohne die EU zu fragen). Ein hoher Ölpreis macht `fracking´ und Ölschiefer-Abbau wieder interessant – in den USA. Das schafft Arbeitsplätze und Gewinne – in den USA.

Jimmy Carter ruinierte die US-Landwirtschaft nachhaltig

Jimmy Carter, 39. Präsident und Erdnussfarmer aus Georgia, wollte 1980 die Sowjetunion bestrafen und verhängte ein Exportverbot für Weizen; die Sowjets gingen in Südamerika einkaufen. In den USA fiel der Preis pro Bushel Weizen (ca. 27 Kilo) von 4,39 auf vier Dollar, Verladeanlagen wurden stillgelegt, die US-Landwirtschaft erholte sich nie. 1981 gewann Ronald Reagan.

China muss Zölle für US-Sojabohnen bezahlen

4,39 Milliarden Bushel Sojabohnen wurden in den USA 2017 produziert, das waren 118,5 Millionen Tonnen; davon gingen 32 Millionen Tonnen um 14 Milliarden Dollar nach China. Ein Bushel Sojabohnen (ca.27 Kilo) erzielte Ende Juni 2018 an der Terminbörse Chicago 8,46 Dollar; drei Wochen vorher waren es noch 9,81. Die heurige Ernte lässt ein Überangebot erwarten. „Make them hungry“ („Macht sie hungrig“) lautete eines der Trump-Schlagworte zur Einführung von Zöllen. Anders als die Sowjets 1980 werden die Chinesen keine alternativen Lieferanten finden. 

Deutschland zahlt für US-Truppen, die gar nicht mehr da sind

Die seit Jahrzehnten in Deutschland stationierten US-Truppen sollen abgezogen werden; sie werden aber Europa nicht verlassen (wie nach der deutschen Wiedervereinigung), sondern in die NATO-Partner Polen und die Baltischen Staaten verlegt. Das heißt nicht, daß die BRD nicht weiterhin für US-Truppen bezahlt. Zu den Transferzahlungen der EU kommen die Nebeneffekte umfangreicher Truppenpräsenz. Die ehemaligen Satellitenstaaten der Sowjetunion haben ein ganz anderes Verhältnis zu US-Truppen als die friedensbewegten deutschen Grünen.

Bundesmarine muss sparen, um Asylkosten zu decken

Die „unkontrollierte“  Invasion Mitteleuropas aus der Levante und aus Afrika ist an den osteuropäischen Staaten spurlos vorüber gegangen, deshalb sind die dortigen Regierungen stabiler als etwa in Deutschland. Die letzten beiden Tanker der Bundesmarine wurden stillgelegt, das Geld wird dringend für die Versorgung von eingewanderten „Goldstücken“ (© Martin Schulz) gebraucht: 2017 etwa 20,8 Milliarden Euro. Seit 2015 hat die Bundesregierung mindestens 43,25 Milliarden Euro für Asylzwecke ausgegeben, berichtete Bild und Focus. In den nächsten vier Jahren sollen weitere 80 Milliarden Euro hinzukommen.

EU hat nur halb so viele Schulden wie die USA

 Die (offizielle) Gesamtverschuldung der EU betrug am 1. Juli 2018 um 20:15 Uhr laut „Schuldenuhr“ 10,309.155,320.000 Euro, also 10,3 Billionen. Per 31.12.2017 waren 1,173 Billionen Euro in Umlauf, davon 1,145 Billionen in Papiergeld. Die Gesamtverschuldung der USA beträgt derzeit 21,444.389,800.000 US-Dollar, also 21,4 Billionen oder 18,4 Billionen Euro.

Arbeitslose Betriebsräte demonstrieren - für mehr Freizeit

Die europäische Schwerindustrie, die Werften und Bergwerke, die chemische und die Grundstoffindustrie wurden stillgelegt, um den Klimawandel zu verzögern. Zehntausende Arbeitsplätze wurden ausgelagert, viele Betriebsräte wurden mangels Betrieben überflüssig; die gehen jetzt demonstrieren – für mehr Freizeit.

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