Nächster Korruptionsfall in Wien? Unklarheiten rund um Wiener Trabrennbahn | Unzensuriert.at

Nächster Korruptionsfall in Wien? Unklarheiten rund um Wiener Trabrennbahn

Hat die rot-grüne Wiener Stadtregierung wieder Tafelsilber billig an Günstlinge verscherbelt? Foto: Peter Haas / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Hat die rot-grüne Wiener Stadtregierung wieder Tafelsilber billig an Günstlinge verscherbelt?
Foto: Peter Haas / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
4. Juli 2018 - 12:58

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Nachdem unzensuriert erst vor wenigen Tagen über undurchsichtige Liegenschaftsverkäufe der Stadt Wien berichtete, die nun von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft untersucht werden, sorgt der nächste Verkauf von „Tafelsilber“ für Schlagzeilen.

Die geschichtsträchtige Trabrennbahn Krieau im Prater soll, wie das profil in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, heimlich von der Gemeinde Wien unter SP-Bürgermeister Michael Ludwig nun gänzlich an das Immobilienunternehmen Viertel Zwei Projektentwicklungs GmbH verkauft worden sein. Teile davon wurden ja von der Stadt Wien bereits in den letzten Jahren, zuletzt im Jahr 2014, an diese Firma verkauft. Der Kaufpreis ist bisher nicht bekannt.

Keine Information an Wiener Trabrenn-Verein

Der Wiener Trabrenn-Verein als ortsansässiger und SPÖ-naher Nutzer weiß bis jetzt nichts vom roten Immobiliengeschäft. Das Rechtsgeschäft sei seitens der Stadt Wien und der zuständigen Magistratsabteilung MA 51 noch nicht bestätigt worden. Der Trabrenn-Verein verfügt zum Glück aber über einen aufrechten und unbefristeten Pachtvertrag seit dem Jahr 1945, der seitens des Grundstückseigentümers nicht aufgekündigt werden kann.

Viertel Zwei schon mehrfacher „Kunde“ der Stadt Wien

Das Unternehmen Viertel Zwei erwarb in der Vergangenheit bereits große Flächen nahe der Trabrennbahn und errichtete dort Wohn- und Bürogebäude. Selbst der „Falter“ warf der rot-grünen Stadtregierung vor, diese Flächen zu billig verkauft zu haben. Bereits in einem Aktenvermerk von 2007 sollen Rathausbeamte die Manger der Wien-Holding vor dem äußerst niedrigen Verkaufspreis gewarnt haben und für eine „Korrektur bzw. Auflösung“ plädiert haben.

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