In den Townships am Kap der guten Hoffnung leben auch hunderttausende Weiße.

Bild: Glennfcowan / Wikimedia (CC-BY-3.0)
Südafrika: 400.000 Weiße leben in Townships unter ärmlichsten Bedingungen

Die veröffentlichte Meinung kennt in der Berichterstattung über Südafrika eigentlich nur ein Standardbild: Arme Schwarze und reiche Weiße. Immer noch muss die 1994 abgeschaffte Rassentrennung dafür herhalten, um soziale und ökonomische Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß zu erklären. Jetzt hat eine bereits 2013 durch den britischen Rundfunksender BBC gedrehte Dokumentation das Weltbild vieler Zeitgenossen gehörig aus den Fugen gebracht.

Rund 400.000 Weiße sollen in dem seit 1994 durch den postkommunistischen African National Congress (ANC) regierten Land in Townships leben und in bitterer Armut dahinvegetieren. Diese Tatsache bringt nun auch die Enteignungspläne des ANC in der südafrikanischen Landwirtschaft in den Focus. Würde man es mit der neuen Landverteilung ernst meinen, müsste man wohl auch den Weißen in den Townships neue Farmen zuteilen.

Weiße Südafrikaner von Australien zum Auswandern animiert

Die nun wieder in die Öffentlichkeit geratene hohe Zahl an Weißen in den Townships könnte ein vor Monaten durch Australien initiierte Einwanderungskampagne befeuern. Australien hatte wegen des fortgesetzten „schwarzen Rassismus“ des ANC gegen die Weißen in Südafrika einen speziellen Focus auf weiße Südafrikaner gelegt, um diese zur Auswanderung nach Australien zu motivieren. Neben Farmern, denen die Enteignung droht, könnten jetzt auch andere Weiße angeworben werden.

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