Kreditversicherer Coface: Ökonomische Risikosignale für die Weltwirtschaft nehmen zu | Unzensuriert.at

Kreditversicherer Coface: Ökonomische Risikosignale für die Weltwirtschaft nehmen zu

Die Weltwirtschaft ist laut Coface durch viele Risikofaktoren bedroht.  Foto: Captain Albert E. Theberge, NOAA Corps (ret.) / Wikimedia (PD)
Die Weltwirtschaft ist laut Coface durch viele Risikofaktoren bedroht.
Foto: Captain Albert E. Theberge, NOAA Corps (ret.) / Wikimedia (PD)
12. Juli 2018 - 15:23

In seiner jüngsten Länder- und Branchenanalyse diagnostiziert der Kreditversicherer Coface auf der Grundlage der Zahlen des zweiten Quartals ökonomische Risikosignale in Bezug auf die Weltwirtschaftsentwicklung. Michael Tawrovsky, Country Manager von Coface Austria, definiert eine Reihe von Risikofaktoren, die aktuell schlagend werden: Die Risse in der Eurozone, der zunehmende Protektionismus, höhere Ölpreise, Kapitalabflüsse aus größeren Entwicklungsländern und ein gebremster Welthandel.

Für den Analysten Tawrovsky ist evident, dass sich das Wirtschaftswachstum abschwächt und seinen Höhepunkt überschritten hat. Für die Industrieländer wird für 2018 ein Wachstum von 2,2 Prozent und 2019 von 2,0 Prozent erwartet, in der Eurozone soll das Wachstum heuer 2,1 Prozent und nächstes Jahr 1,8 Prozent erreichen.

Kreditrisiko steigt: Italien auf A4 heruntergestuft

Vor allem in den Industriestaaten würde laut Coface das Kreditrisiko steigen. So hat der Kreditversicherer etwa Italien auf A4 herabgestuft. Auch der aktuelle Handelskrieg hat zwischenzeitlich nachhaltige Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. So ist etwa der Stahl- und Aluminiumsektor in den USA und Kanada betroffen: Unter den Ländern, denen die USA Zölle auf Stahl und Aluminium auferlegt hat, ist Kanada wohl am stärksten betroffen, denn 87 Prozent der Stahlproduktion gehen in die Vereinigten Staaten. Der Metallsektor Kanadas wurde daher in „sehr hohes Risiko“ herabgestuft. Im Gegenzug stieg der Metallsektor der USA in „mittleres Risiko“ auf.  

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