FPÖ-Kickl: “Bleibe dabei: Keine Asylanträge in EU-Zentren und auf europäischem Boden”

FPÖ-Innenminister Herbert Kickl hatte knapp vor Beginn des österreichischen Ratsvorsitzes die Linie der Regierung zum Asylwesen dargelegt. “Schaffung eines neuen, besseren Schutzsystems, bei dem keine Asylanträge mehr auf EU-Boden gestellt werden” hieß es in einem Papier aus Kickls Ressort, auf Grundlage dessen hochrangige Beamte der Mitgliedstaaten das Ratstreffen ihrer Minister in Innsbruck am 12. Juli vorbereiteten.

Im Interview mit der Tageszeitung Österreich bekräftigte FPÖ-Innenminister Herbert Kickl seine Aussage zur Asylpolitik. “Ich mache keinen Rückzieher. Das sind unterschiedliche Bereiche. Wir sollen jetzt im Innenministerrat die Beschlüsse des EU-Rates umsetzen. Es geht um Außengrenzschutz und einen Paradigmenwechsel in der Asyl-Politik”, so Kickl im Interview.

Keine Asylanträge in den geplanten EU-Anlegezentren

Auf die Österreich-Frage, ob es also tatsächlich kein Recht mehr auf Asylanträge in den geplanten EU-Anlegezentren geben solle, antwortete Kickl:

Natürlich. Diese geplanten Plattformen sind für Menschen, die aus dem Mittelmeer gerettet wurden. Wenn man dort Asylanträge stellen dürfte, würde man einen Anreiz für Schlepper schaffen. Wir wollen aber genau dieses Schlepperwesen zerschlagen. Mein Ziel bleibt, dass man auf europäischem Boden überhaupt keine Asylanträge stellen darf, außer es handelt sich um ein unmittelbares Nachbarland der EU.

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