Der Inselstaat Sri Lanka will Drogentäter am Galgen baumeln sehen.

Foto: Bild: Ierapetra2501 / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Sri Lanka: Todesstrafe für Drogendelikt wird wiedereingeführt

Eine „Aktion scharf“ möchte jetzt Staatspräsident Maithripala Sirisena auf Sri Lanka in Sachen Drogenpolitik starten. Nach 42 Jahren soll die Todesstrafe auf dem Inselstaat wieder vollstreckt werden. Insgesamt 19 Drogenkriminelle, die in einem Gefängnis mit Suchtmitteln gehandelt haben, sollen den Tod durch den Strang sterben. Verhängt wird die Todesstrafe grundsätzlich für Mord, Vergewaltigung und Drogenhandel, vollstreckt wurden die Urteile in den letzten vier Jahrzehnten aber nicht.

Aktuell sitzen insgesamt 743 Todeskandidaten in Gefängnissen auf Sri Lanka ein. Für Delikte, die keinen Zusammenhang mit Drogenhandel haben, werden vorerst keine Vollstreckungsanweisungen erteilt.

Sirisena nimmt sich die Philippinen zum Vorbild

Staatspräsident Sirisena nimmt sich die Philippinen in Sachen Drogenpolitik zum Vorbild, wo Staatspräsident Rodrigo Duterte eine regelrechte Hexenjagd auf Drogenhändler und -konsumenten inszenierte, die laut Berliner Morgenpost schon rund 20.000 Todesopfer forderte. Neben der Vollstreckung der Todesstrafe soll, wie auf den Philippinen, auch in Sri Lanka das Militär gegen Drogenhändler und Drogenproduzenten eingesetzt werden. Keine Freude mit der Vollstreckung von Todesurteilen gegen Drogenkriminelle hat naturgemäß Amnesty International. Die Menschenrechtsorganisation richtet die Aufforderung an die Staatsregierung Sri Lankas, von der Ausführung der Todesstrafe Abstand zu nehmen.

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