Causa Juncker: Jetzt blamiert sich auch Bundespräsident Van der Bellen | Unzensuriert.at

Causa Juncker: Jetzt blamiert sich auch Bundespräsident Van der Bellen

Nach ÖVP-Karas und SPÖ-Leichtfried machte sich auch Van der Bellen zum Gespött. Ihre Kritik gegen Harald Vilimsky wird von der Mehrheit der Bürger nicht honoriert. Foto: unzensuriert.at / FPÖ Facebook
Nach ÖVP-Karas und SPÖ-Leichtfried machte sich auch Van der Bellen zum Gespött. Ihre Kritik gegen Harald Vilimsky wird von der Mehrheit der Bürger nicht honoriert.
Foto: unzensuriert.at / FPÖ Facebook

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist nun der nächste, der sich in der „Causa Juncker“ zu Wort gemeldet hat und dabei für eine Blamage sorgt. In Leserforen diverser Medien sowie auch in sozialen Medien wird Van der Bellen bereits heftig kritisiert.

Eklat um EU-Kommissionspräsident Juncker

Bekanntlich sorgte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker beim jüngsten Nato-Gipfel für einen Eklat. Ein Video, das sich binnen weniger Stunden weit verbreitete, zeigt ihn torkelnd offenbar stockbesoffen. Unzensuriert.at und andere alternative Medien berichteten relativ bald, während die "Mainstream-Medien" eher zögerlich reagierten oder sogar überhaupt keine Relevanz sahen. Erst als der freiheitliche Delegationsleiter im EU-Parlament, Harald Vilimsky, als Reaktion Junckers Rücktritt forderte, sahen sich die „normalen Medien“ gezwungen, auf den Zug aufzuspringen.

Auch ÖVP-Karas trat ins Fettnäpchen

In Folge sorgte der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Othmar Karas, der ohnehin für seine fanatische EU-Euphorie bekannt ist, für Lacher. Der wenig telegene Karas forderte von Vilimsky eine Entschuldigung und auch Konsequenzen. Auch EU-Kommissar Johannes Hahn (ÖVP) und der SPÖ-Politiker Jörg Leichtfried brachten sich mit Wortspenden gegen Vilimsky ein.

Punkten konnten die drei Kritiker damit nicht. Ein Blick etwa auf Krone.at zeigt, dass sich fast 250 Leser mit einem Kommentar zur Wort meldeten. Und dabei kommen weder Karas noch Hahn oder andere Politiker, die Vilimsky kritisierten, gut weg.

So heißt es etwa (Rechtschreibfehler im Original):

Karas, na klar……

Hahn, Leichtfried und Karas: 3 von vielen gescheiterten österr. Politikern mit einem fettem EU-Versorgungsjob (auf unsere Kosten) sehen beim Auflösen der EU in ihrer derzeitigen Form die Felle davon schwimmen … ÖXIT !!!

Entschuldigen muss sich Juncker. Als EU-Aushängeschild so daherzukommen ist eine Frechheit.

Was erlaubt sich dieser Karas eigentlich noch alles? Allerhöchste Zeit das Kurz diesen furchtbaren Menschen aus Brüssel entfernt!

Herr Hahn sagt da etwas vom respektvollen Umgang mit Menschen. Gerade die EU geht mit seinen Bürgern nicht respektvoll um, Hr. Hahn.

Wenn Hr. Juncker so krank ist, warum musste dieser stehen und gehalten werden und Schmerzen leiden? Ich glaube eher der hat zu tief ins Glas gesehen.

Die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen, wenn man auch andere Medienportale berücksichtigt. Wer nun dachte, dass Van der Bellen in dieser Sache überlegter reagiert, der täuschte sich. Der ehemalige Grünen-Chef ließ ausrichten, dass Vilimsky Österreichs Ruf in der EU geschadet habe. Außerdem kritisiert er, dass die Bundesregierung zu Vilimskys Attacken schweige.

Die Lesermeinungen sind allerdings auch diesmal ein Eigentor geworden - nämlich für Van der Bellen (Rechtschreibfehler wiederum im Original):

VdB schadet dem Ansehen Österreichs!

VdB sollte sagen Junker schadet dem Ansehen der EU – und das seit Jahren!

An den Herrn in der Hofburg: Nicht Herr Vilimsky schadet dem Ansehen des Landes, denn er hat ja nur die Wahrheit gesagt, sondern der Mann in Brüssel, der mit seinem „beschämenden Auftritt“ die gesamte EU lächerlich gemacht hat!

Würde sagen Junker schadet sicher mehr der E U als Vilimsky mit seiner Aussage.

Der österr. Bundespräsident sollte überparteilich agieren. Wenn ich mir sein Schweigen der letzten Wochen zu parteipolitischen Vorgängen in Erinnerung rufe und mit seiner aktuellen Wortmeldung zur Regierung vergleiche, die er über Medien ausrichten lässt, hege ich an der Überparteilichkeit unseres Staatsoberhauptes Zweifel.

Unser Herr Bundespräsident hat eine Art uns österreichische Bürger/innen zu maßregeln und kritisieren wie ich von keinem Präsidenten unseres Landes erlebt habe.
Herr Junker sollte sowieso zurücktreten und alle anderen glühenden Europäer auch. Sie schaden uns nur.

Schützenhilfe für den freiheitlichen Generalsekretär Vilimsky gab es von seinem „politischen Spiegelbild“, dem zweiten FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker. Dieser forderte von Van der Bellen die Rückkehr zur Überparteilichkeit.

Wo war der Bundespräsident die letzten Wochen als Gewerkschafter zum Sturz der Regierung aufgerufen haben? Als die SPÖ vom Ständestaat gesprochen hat? Die Regierung als Arbeiterverräter beschimpft wurde? Austrofaschismus von SPÖ-Chef Kern vorgeworfen wurde? Und wo blieb die Rüge des Bundespräsidenten, als Abgeordneten der Regierungsparteien Pflastersteine und Grablichter von der Gewerkschaftsjugend vor deren privaten Türen hingelegt wurden?

Felix Baumgartner: „VdB ein törichter, alter Mann.“

Übrigens, auch der durch seinen Weltall-Sprung bekannt gewordene österreichische Extremsportler Felix Baumgartner attackierte Van der Bellen scharf. Er sei ein törichter, alter Mann. Und er schreibt auf Facebook weiter:

Das Ansehen Österreichs haben Sie bereits schwer geschädigt, Herr VdB, als Sie bei einem Auftritt im Haus der Europäischen Union in Wien vor Jugendlichen Folgendes gesagt haben: ‚Und wenn das so weitergeht, bei dieser tatsächlich um sich greifenden Islamophobie, wird noch der Tag kommen, wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen. Alle, als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun.

Trotz des medial getrommelten Gegenwinds dürfte Vilimsky die überwiegende Mehrheit der Bürger auf seiner Seite haben. Auf Facebook meinte der Freiheitliche: „Ich werde auch weiter ehrlich sagen, was ich mir denke. Und wer recht hat, werden die Wähler kommendes Jahr bei der EU-Wahl entscheiden!“

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