Gegen „Hetze“ sei er allergisch, sagt Christian Kern im „Standard“. Bei den Methoden von Tal Silberstein bekam er allerdings keine Hautausschläge.

Bild: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
„Hetze ist nicht unser Fach“: Im „Standard“-Interview droht Kern „unzensuriert“ mit Klage

„Hetze ist nicht unser Fach“, sagt SPÖ-Chef Christian Kern rotzfrech in einem Standard-Gespräch mit „Willkommen Österreich“-Reporter Peter Klien. Und Kern weiter:

(…) Ich schicke Ihnen gern, was auf freiheitlichen Seiten oder auf unzensuriert.at von Usern über mich geschrieben wird. Das sind offene Morddrohungen. Wir bereiten eine Klage gegen die Leute vor, die Gewaltfantasien posten, und wenn möglich auch gegen die Seiteneigentümer. Dort werden Grenzen überschritten, die wir nicht hinnehmen. Bei Hetze reagiere ich allergisch…

Keinen Hautausschlag nach Silberstein-Affäre

Komisch: Nach dem Auffliegen der widerwärtigen Schmutzkübelkampagne des SPÖ-Wahlkampfberaters Tal Silberstein haben Ärzte bei Kern keine Ausschläge festgestellt, obwohl er doch, wie er im Standard-Gespräch behauptet, auf Hetze allergisch reagiere. Auch zuletzt, als rote ÖGB-Funktionäre Pflastersteine und Grablichter vor Wohnungen von ÖVP- und FPÖ-Abgeordneten deponierten, die wohl als Morddrohung gelten sollten, hatte sich die Haut von Christian Kern nicht verändert.

Hetze auf linker Seite will Kern nicht kennen

Selbst Peter Klien, sicher nicht im Dunstkreis der Blauen zu finden, fragte Kern, warum die SPÖ, wenn er schon behaupte, gegen Hetze zu sein, dann den Kontrastblog betreibe. Dort werde doch in erster Linie gegen die Regierung Stimmung gemacht, so Klien. 

Klasse der Guten und Klasse der Schlechten

Auf den Unterschied zwischen unzensuriert und der SPÖ-Seite Kontrast machte unlängst „Der Wegscheider“ auf Servus TV aufmerksam. Satirisch meinte er:

Schwedische Erforscher haben den Beweis erbracht, dass es die Zwei-Klassen-Gesellschaft tatsächlich gibt. Die besteht aber nicht in einer Klasse der Reichen und einer Klasse der Armen, sondern in einer Klasse der Guten und einer Klasse der Schlechten!

Unzensuriert.at sei daher schlecht, Kontrast gut, so der Satiriker auf Servus TV. Auf dieser Welle dürfte, allerdings nicht satirisch, wohl auch Christian Kern derzeit reiten – und auf dem linken Auge völlig blind sein.

Poster auf den guten Seiten werden daher völlig ignoriert wie zum Beispiel ein gewisser Dominik Doppel, der einen Facebook-Beitrag von Falter-Chefredakteur Florian Klenk kommentierte und darin das Wort „StracheSau“ verwendete. Auch Klenk dürfte diesen widerwärtigen Ausdruck gar nicht böse gefunden haben, denn dieser Kommentar wurde tagelang nicht gelöscht.

Kabarettist Lukas: „Komm geh einfach sterben“

Eine mit nichts zu entschuldigende Wortwahl auf Facebook verwendete auch Kabarettist Leo Lukas, der dem FPÖ-nahen ORF-Stiftungsratsvorsitzenden Norbert Steger (inklusive Beistrichfehler) den Tod wünschte:

Und an Hrn. Steger gerichtet, ganz persönlich: Komm geh einfach sterben. Es wäre besser für uns alle, auch für deine eigenen Kinder.

Den nächsten Hetzseiten-Skandal lieferte eine SPÖ-nahe Facebook-Seite namens „Freunde der SPÖ Oberhausen – Ortsorganisation“, die den ÖVP-Chef und amtierenden Bundeskanzler Sebastian Kurz mit Adolf Hitler vergleicht.

Kern soll vor der eigenen Haustür kehren

Die Liste der Verfehlungen, haarsträubender Hetze, die sogar bis zu Morddrohungen reichen, ließe sich unendlich fortführen sodass man geneigt zu sagen wäre, Herr Kern solle lieber vor der eigenen Haustür kehren, bevor er seine politischen Gegner in Verantwortung nimmt.

Unzensuriert, und das sei auch klargestellt, lehnt jeglichen Gewaltaufruf ab. Entsprechende Kommentare werden bei Kenntnis sofort gelöscht, womit wir uns klar an die medienrechtlichen Vorgaben halten und daher der angedrohten Klage von SPÖ-Chef Christian Kern mit Gelassenheit entgegen blicken.

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