Werden bald Einheiten des Assam Regiments bis zu vier Millionen illegaler Einwanderer „ausschaffen“?

Bild: babasteve / Wikimedia (CC BY 2.0)
Indien: Vier Millionen Einwanderer verlieren Staatsbürgerschaft

In Indien macht man ernst mit strengeren Kriterien bei der Staatsbürgerschaft. Der Bundesstaat Assam hat jetzt ein neues Bürgerregister mit Pflichtanmeldung eingeführt. Von den geschätzten 33 Millionen Einwohnern sollen aber nur 29 Millionen Personen die Kriterien des Registers erfüllen, d.h. dass sie bzw. ihre Vorfahren bereits vor 1971 in Assam gelebt haben.

Mit diesem neuen Staatsbürgerschaftsrecht möchte man die vielen illegalen Einwanderer aus dem benachbarten Bangladesch ausschließen. Viele Bewohner aus Bangladesch waren damals im Zuge des Bürgerkriegs rund um West- und Ostpakistan Anfang der 1970iger Jahre nach Assam geflüchtet.

Moslems müssten nach Bangladesch zurück

Bei den illegalen Einwanderern handelt es sich zum überwiegenden Teil um Moslems. Diese müssten jetzt nach Bangladesch zurückkehren, um dort wieder als Staatsbürger weiter zu leben. Sollte Bangladesch dieser Lösung nicht zustimmen, dann wären die vier Millionen Ex-Staatsbürger von Assam staatenlos. Wohin diese dann durch die Behörden abgeschoben werden, ist derzeit noch unklar.

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