Einfallstor in den Westen: Die ukrainische Roma-Hochburg Uschhorod ist Grenzort zum EU-Staat Slowakei.

Bild: Raimond Spekking / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Ukraine: 70.000 Roma warten auf „besseres Leben“ in der EU

Durch das von der Europäischen Union (EU) forcierte Heranführen der Ukraine an die Europäische Union könnten bald noch mehr Roma aus dem Osten nach Mitteleuropa kommen. Aktuell gibt es in der Ukraine nach offiziellen Angaben rund 70.000 Angehörige dieser Volksgruppe. Ein großer Teil von ihnen hält sich in der Westukraine, also im Grenzgebiet zu Polen, der Slowakei und Ungarn auf. Allein rund 10.000 Roma haben ihren Aufenthalt in Radvanka, einem Stadteil der westukrainischen Stadt Uschhorod.

Leben am Rande der Gesellschaft

In der Ukraine fühlen sich viele Roma diskriminiert, sie leben am Rande der Gesellschaft und sind nicht nur als Tagelöhner tätig, sondern sehr oft auch ein Teil des kleinkriminellen Milieus. Gleichzeitig kommt es auch immer wieder zu Übergriffen auf die Roma-Volksgruppe.

Mitteleuropa für viele Roma Ziel für ein „besseres Leben“

Für viele Roma aus Südosteuropa ist bereits jetzt Mitteleuropa, also vor allem Österreich und Deutschland, das Ziel für ein „besseres Leben“, was auch immer sie darunter verstehen. Hier könnte es Konkurrenz aus der Ukraine geben, wenn auch dort die Roma auf der Grundlage eines liberalen EU-Grenzregimes sich auf den Weg in den Westen machen.

Bettler-Problem könnte weiter eskalieren

Dies könnte wiederum zu neuen Problemen in vielen Städten Österreichs und Deutschlands führen, wenn sich etwa Roma-Bettlerbanden auf den Weg in den Westen machen. In der jüngeren Vergangenheit waren etwa Innsbruck und Salzburg immer wieder massiv davon betroffen.

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