Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) muss die Fehler der rot-schwarzen Vergangenheit ausbaden.

Bild: Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS
Bundesheer: Jahrelange Vernachlässigung rächt sich – Aus für Luftraumüberwachung Ende 2021

Ab Ende 2021 wird es kritisch: Ab dann sind die Eurofighter nicht mehr einsatzbereit. Dies brachte ein Bericht des Bundesheeres zutage, der der Kronen Zeitung vorliegt. Just zur gleichen Zeit, als bekannt wurde, dass die Staatsanwaltschaft Wien ihre Ermittlungen zur Causa Eurofighter ausgeweitet hatte. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss ermittelt derzeit gegen die damals verantwortlichen roten und schwarzen Politiker und untersucht den Ankauf der teuren Luftraumüberwachung.

Eurofighter schon seit 2014 kaum mehr einsatzfähig

Schon 2014 berichtete unzensuriert über ein Geheimdossier, das besagte, dass das Bundesheer weder Geld für Munitionsbeschaffung, Autoreifen oder neue Fahrzeuge habe noch die Einsatzfähigkeit der Eurofighter gegeben sei. Pinzgauer müssten verkauft werden und die Hubschrauber wären veraltet. Verantwortlich für diesen katastrophalen Zustand des Bundesheeres ist die ehemalige rot-schwarze Regierung allen voran unter Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ).

Möglichkeiten für die künftige Luftraumüberwachung und -verteidigung

Deshalb beauftragte Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) eine Evaluierungskommission mit der Prüfung aller Möglichkeiten für die künftige Luftraumüberwachung. 30 Experten sowie die Führung der Luftstreitkräfte arbeiteten an dem Bericht mit. Im Abschlussbericht werden vier mögliche Szenarien entworfen:

  • Szenario 1a: Nachrüstung der Eurofighter. Dafür würden sich die Kosten auf bis zu 200 Millionen Euro belaufen. Zusätzlich müssten zehn Fluglehrer zur Ausbildung, was zusätzliche Kosten von 2,4 Milliarden Euro bis 2029 bedeuten soll.
  • Szenario 1b: Nachrüstung der Eurofighter um bis zu 200 Millionen Euro. Zusätzlich Ankauf von drei neuen Doppelsitzern und Ausbildung von zehn Fluglehrern um 2,3 Milliarden Euro.
  • Szenario II: Ankauf von 18 neuen Saab-Gripen-Abfangjägern und Flugausbildung um 2,7 Milliarden Euro.
  • Szenario III: 18 F-16-Kampfjets der neuesten Generation und Flugausbildung um drei Milliarden Euro.

System Gripen am günstigsten – und unabhängig

Auf 20 Jahre berechnet verursachen alle Szenarien Kosten in der Höhe von plus/minus 200 Millionen Euro pro Jahr. Am günstigsten ist das System Gripen, das zudem unabhängig von den USA betrieben werden könnte. Weil 2020 auch die alte Saab 105 OE nicht mehr eingesetzt werden kann, muss die Regierung jetzt eine Entscheidung zur Anschaffung einer neuen Luftverteidigung treffen.

Es zeigt sich einmal mehr: Wer Betrieb, Wartung und Erneuerung vernachlässigt, hinterlässt der nächsten Generation enorme Kosten. Danke Rot-Schwarz!

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