Kneissl und Putin feierten fröhlich - und keine einzige linke Gegendemo kam zustande

Der Besuch Wladimir Putins bei der Kneissl-Hochzeit (Bild: Kneissl begrüßt Putin am 5. Juni beim Staatsbesuch) verscheuchte alle anderen Themen von den Titelseiten - da konnten die Linken unken was sie wollten. Foto: BMEIA; Angelika Lauber / flickr.com (CC BY 2.0)
Der Besuch Wladimir Putins bei der Kneissl-Hochzeit (Bild: Kneissl begrüßt Putin am 5. Juni beim Staatsbesuch) verscheuchte alle anderen Themen von den Titelseiten - da konnten die Linken unken was sie wollten.
Foto: BMEIA; Angelika Lauber / flickr.com (CC BY 2.0)
19. August 2018 - 21:33

Mehr zum Thema

Unsere Außenministerin Karin Kneissl heiratet in der Steiermark, zahlreiche Regierungsmitglieder sind eingeladen, daneben aber auch der russische Präsident Wladimir Putin. Russland? 200 Mal so groß wie Österreich, 17 Mal so viele Einwohner, BIP 1,12 Billionen Euro, Lieferant von 218 Milliarden Kubikmeter Gas nach Österreich (seit 1968) ; Atommacht.

Kommentar von Unzensurix

Dessen Präsident kommt zur Hochzeit unserer Außenministerin, ohne diverse Journalisten um Erlaubnis gefragt zu haben. Die Polizei sichert die Mitglieder der Bundesregierung (wie auch sonst) sowie den russischen Präsidenten (wie auch sonst immer). Die Opposition schäumt. Warum?

Keine linken Journalisten, keine Gegendemos

Diverse Mitarbeiter stark geförderter Medien waren nicht eingeladen, also offensichtlich nicht willkommen, also vermutlich nicht wichtig. Das schmerzt. Also Polemik: „Das Ansehen Österreichs etc, etc“. Außerdem kamen keine Gegendemos zustande, obwohl doch die Steiermark lange rot regiert war. Das schmerzt. All´ die anderen „wichtigen“ Anliegen versanken in Bedeutungslosigkeit, landeten auf Seite 9, links unten. Das schmerzt.

An einer Hochzeit gescheitert

Radikalfeministinnen tun sich schwer mit Gift & Galle gegen eine Hochzeit, zu offensichtlich wäre Neid als Beweggrund. Ex-Kanzler Christian Kern stellt sein neues Programm (das wievielte?) vor - interessiert nicht. Die Grünen suchen einen neuen Boss - verkommt zur Farce. Wiens Bürgermeister Ludwig (nicht gewählt) steht das Wasser bis zum Hals: Krankenhaus-Nord, Wilhelminenspital, Inseratenkampagne, 3000 Wohnungen „verschenkt“. Egal - Karin Kneissl und Wladimir Putin beherrschen die Titelseiten. Das schmerzt.

Das Rendezvous mit der Realität ist nicht romantisch

Der inzwischen abgehalfterte Barde Wolfgang Ambros hat nur noch Polemik anzubieten. Das geht aber auch in die andere Richtung:

Achse der Niedertracht, Koalition der Verlierer, Advokaten der Rechtsbeugung, Selbsthilfegruppe der Demaskierten, Föderation der Bedeutungslosen, Kongregation der Abgehalfterten, Sesselkreis der Pinocchios, IG der Schaumschläger & Spiegelfechter, Sammelbecken der Unqualifizierten. Suchen Sie sich etwas aus.

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