Verhaltensregeln bei Terrorgefahr für die Bürger, bis die Einsatzgruppe Cobra vor Ort ist.

Bild: Private Fotosammlung / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Terrorgefahr: Innenministerium gibt Verhaltenstipps für Ernstfall

Österreich befindet sich als klassisches Transitland potentiell im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus. Vor allem der Islamismus und die sich daraus ergebenden Gefahrenlagen mahnen zur Wachsamkeit und Reaktion. Das Bundesministerium für Inneres (BMI) hat deshalb Verhaltenstipps für den Ernstfall einer terroristischen Aktion veröffentlicht.

Unter den Schlagworten Flüchten-Verstecken-Verteidigen/Informieren und Notruf veröffentlicht das BMI  vier sogenannte Kernbotschaften:

. Flüchten – Wenn es möglich ist, flüchte ich. Ich lasse meine persönlichen Sachen zurück, weil diese mich behindern können.

. Verstecken – Wenn flüchten unmöglich ist, verstecke ich mich. Ich verriegle und blockiere Türen, stelle mein Handy lautlos, schalte die Vibrationsfunktion aus und verhalte mich leise.

. Verteidigen/Informieren – Wenn flüchten sowie verstecken nicht möglich sind, ich noch nicht in Sicherheit bin, also die Gefahr gegen mich noch andauert, dann verteidige ich mich, als letzte Konsequenz. Ich nutzte verfügbare Gegenstände, um den Angriff abzuwehren, suche Unterstützer und helfe auch anderen Personen.

. Notruf – Sobald ich in Sicherheit bin, rufe ich 133 oder 122.

Minister Kickl: Wir sind als Sicherheitsdienstleister verantwortlich

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) bringt die Motivation für diese Aktion auf den Punkt:

Wir, als größter Sicherheitsdienstleister in Österreich, sind für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger verantwortlich, wir sorgen für den Schutz der Menschen im Land. Unsere Aufgabe ist es aber auch, die Menschen zu informieren, wie sie sich bestmöglich vor einem gefährlichen Angriff schützen können, bis wir vor Ort sind, um diesen zu beenden. Die Unsicherheit der Bevölkerung soll mit diesen Verhaltenstipps verringert und das Gefühl der Machtlosigkeit ausgeschaltet werden.

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