Mordaufruf gegen Kurz und Strache in Wiener U-Bahn-Zugang blieb acht Monate lang stehen | Unzensuriert.at

Mordaufruf gegen Kurz und Strache in Wiener U-Bahn-Zugang blieb acht Monate lang stehen

Diese Schmiererei wurde von der Stadt Wien acht Monate lang nicht entfernt, obwohl sonst im U-Bahn-Bereich umgehend gegen kleinste Verunstaltungen vorgegangen wird. Foto: privat / zVg
Diese Schmiererei wurde von der Stadt Wien acht Monate lang nicht entfernt, obwohl sonst im U-Bahn-Bereich umgehend gegen kleinste Verunstaltungen vorgegangen wird.
Foto: privat / zVg
1. September 2018 - 10:36

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In einer Unterführung am Keplerplatz in Wien-Favoriten stand acht Monate lang in riesiger Schrift ein Mordaufruf gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler HC Strache. Der Text lautete: „Kurz & Strache kleinhacken! Widerstand gegen jede Regierung! Demo 13. 1. 14°° Westbhf“. Ein Bewohner von Favoriten machte unzensuriert darauf aufmerksam. Er berichtete auch, dass die Schmiererei bereits seit Dezember 2017 (!) vorhanden war.

Schmiererei verschwand erst nach Anfrage

Unzensuriert schickte am 22. August eine Anfrage an die Bezirksvorstehung Favoriten mit der Frage, warum die Schmiererei nicht entfernt wird. Da die Unterführung zugleich ein Zugang zur U-Bahn-Station Keplerplatz ist, kontaktierte unzensuriert am selben Tag auch die Wiener Linien. Der Anrainer hatte bereits zwei Tage zuvor ebenfalls eine Anfrage an die Bezirksvorstehung geschickt.

Die Bezirksvorstehung antwortete, dass die MA 28 (Straßenverwaltung und Straßenbau) für die Entfernung zuständig sei und dass sie diese verständigt habe. Die nächste planmäßige Übermalung würde im Oktober stattfinden. So lange dauerte es dann aber doch nicht: Bereits am 24. August war die Schmiererei verschwunden, also schon vier Tage, nachdem die erste Anfrage bei der Bezirksvorstehung eingelangt war.

Warum unternahmen Wiener Linien nichts?

Von den Wiener Linien traf keine Antwort ein. Wer letztendlich die rasche Entfernung veranlasst hat (Bezirksvorstehung, MA 28 oder Wiener Linien), ist unklar. In jedem Fall verwundert es, dass der Mordaufruf gegen Bundeskanzler und Vizekanzler so lange stehen bleiben konnte. Vor allem von den Wiener Linien würde man eigentlich annehmen, dass sie Derartiges im Zugangsbereich zu U-Bahn-Stationen so rasch wie möglich entfernen lassen, weil ja auch sonst sehr penibel gegen jede Art von Verunstaltungen in den Stationen vorgegangen wird.

Mordaufruf bewarb eine Demonstration gegen die Regierung

Die Demonstration, für welche die Schmiererei geworben hatte, war eine Kundgebung gegen die türkis-blaue Regierung. Organisatoren waren unter anderen die „Plattform Radikale Linke“, die „Offensive gegen Rechts“ sowie die „Plattform für eine menschliche Asylpolitik“. Auch SPÖ und Grüne hatten zu der Demonstration aufgerufen, an der auch der bekannt militante  "Schwarze Block" teilnahm.

Typische Botschaft aus dem "EKH"

Möglicherweise ist es kein Zufall, dass dieser Aufruf in direkter Nähe des "EKH" ("Ernst-Kirchweger-Haus") in der Favoritener Wielandgasse 2-4 entstand, wo "Schwarzer Block" und andere Linksextreme unter dem Schutz der Stadt Wien (als vorgebliches "Kulturzentrum") ihr Unwesen treiben dürfen.

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