Gleich zweimal waren Fassade und Glasfenster der Berliner St.-Simeon-Kirche diese Woche Ziel von Steinwürfen.

Foto: Bild: Bodo Kubrak /wikimedia/CC0 1.0
„Allahu Akbar“-Brüller demolieren ausgerechnet evangelische „Flüchtlingskirche“ mit Steinwürfen

Im Berliner Stadtteil Kreuzberg wurde die evangelische St.-Simeon-Kirche von sechs unbekannten Tätern unter >Allahu Akbar<-Rufen mit Steinen beworfen. Dabei traf es eine Gemeinde, die sich seit Jahren besonders stark für "Willkommenskultur" engagiert, berichtet das Onlinemagazin freiewelt.net. Am denkmalgeschützten neogotischen Kirchengebäude gab es neben Glasbruch auch weitere Schäden. Der polizeiliche Staatsschutz nahm die Ermittlungen auf.

Erste „Flüchtlingskirche“ Deutschlands soll Willkommenskultur fördern“ 

Die Kirche in Berlin-Kreuzberg hatte sich Herbst 2015 in Anwesenheit von Landesbischof Markus Dröge zur ersten „Flüchtlingskirche“ Deutschlands erklärt. Sie bot seitdem allerlei Beratungsangebote für Flüchtlinge an – auch auf Arabisch. Die Dankbarkeit für so viel Willkommenskultur hält sich offenbar in Grenzen und der Hass auf „Ungläubige“ lässt sich scheinbar nicht so leicht wegkuscheln, trotz „Dialog auf Augenhöhe“. Und trotz Vorträgen und Veranstaltungen, welche die Möglichkeit bieten sollen, sich „konstruktiv kritisch mit den Themen Flucht, Asyl und Menschenrechte auseinanderzusetzen“ und auf diese Weise eine Willkommenskultur fördern“, wie aus der „Flüchtlingskirche“ verlautet wird.    

Schon tags zuvor Anschlag auf evangelisches Gotteshaus

Dass der Anschlag auf die Kirche durch die sechs „Jugendlichen“ nicht der erste Angriff dieser Art war, erfährt man auf bz-berlin.de. Denn bereits am Vortag wurde der „Ort des Ankommens“, wie die „Flüchtlingskirche“ bezeichnet wird, Zielscheibe gleichartiger Angriffe. Auch dabei sollen bereits Steine geflogen und ein Fenster zu Bruch gegangen sein. Da half auch ein großflächiger Poster an einer Türe der Begegnungsstätte mit Brandenburger Tor und „Refugees welcome“ drauf nichts. Ein Foto dieser Frohbotschaft ist ebenfalls auf bz-berlin.de zu bewundern.

Nachdem die Flüchtlingskirche Menschen für „das Ehrenamt gewinnen, qualifizieren, koordinieren“ und so mit ihrem Einsatz geflüchtete Menschen begleiten“ will, ist vor einer „Begleitung“ besonders gottesfürchtiger Schutzsuchender wohl eher abzuraten.

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