"Er hätte nie amerikanischen Boden betreten dürfen" - Republikaner Steve King im Gespräch | Unzensuriert.at

"Er hätte nie amerikanischen Boden betreten dürfen" - Republikaner Steve King im Gespräch

US-Kongressabgeordneter Steve King im Interview.
US-Kongressabgeordneter Steve King im Interview.
2. September 2018 - 15:10

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Am 24. August bekam unzensuriert die Gelegenheit, den US-amerikanischen Kongressabgeordneten der Republikanischen Partei des Bundesstaates Iowa, Steve King, zu interviewen. Das gesamte Interview ist hier in englischer Sprache nachzulesen.

Unzensuriert stellte Steve King Fragen zu den Themenkomplexen Massenimmigration und Grenzen, Europa und EU, den Großen Austausch, den Einfluss von Eliten auf Politik und seine eigene Vision von der westlichen Zivilisation.

Das Gespräch führte Caroline Sommerfeld

Lesen Sie hier einen Ausschnitt des Interviews – Steve King über Masseneinwanderung und Grenzsicherheit

unzensuriert: Herzlich willkommen in Wien, Mr. King. Wir freuen uns, dass Sie Zeit für ein ausführliches Interview mit unzensuriert gefunden haben. Lassen Sie mich gleich zu einem aktuellen Thema kommen.

Gerade kürzlich wurde vom Fall Mollie Tibbets aus Ihrem Wahlkreis in Iowa berichtet, die von einem illegalen Einwanderer ermordet wurde. In der Bundesrepublik Deutschland und Österreich gibt es die Kampagne „120 Dezibel“, in der junge identitäre Aktivisten auf Migrantenkriminalität gegenüber einheimischen Frauen aufmerksam machen. Die Kampagne heißt so, weil 120 db die Lautstärke eines handelsüblichen Taschenalarms ist, den junge Frauen bei sich führen sollten. Gab es in den USA ähnliche Proteste? Wie beurteilen Sie den Fall Mollie Tibbet?

Steve King: In den Vereinigten Staaten gab es keine solchen Proteste. Ihre Geschichte ging allerdings um die Welt und hat auch in Amerika große Aufmerksamkeit erregt. Die Tatsache, dass sie von einem Illegalen umgebracht worden ist, weist auf ein Problem hin, das ich seit 20 Jahren immer wieder betone. Von Taschenalarmen habe ich nichts gehört, aber nachdem wir das „second amendment“ in der Verfassung stehen haben, wurde natürlich darauf hingewiesen, dass Mollie Tibbet mit einem Gewehr sicher gewesen wäre. Hätte sie eine 15-Unzen-Waffe getragen, hätte ihr das mehr genützt als ein Mobiltelefon. Ich finde aber die Vorstellung, dass jeder in den USA ein Gewehr tragen sollte, falsch. Das ist doch unpraktisch, Gewehre sind schwer und nur einmal in zehn Leben bräuchte man sie wirklich. In Wirklichkeit spreche ich von einer anderen Verteidigungsmaßnahme: Derjenige, der Mollie Tibbets getötet hat, hätte nie nach Amerika kommen dürfen.

An der Grenze zu Mexiko hat die Grenzpolizei zu Protokoll gegeben, dass sie mehr als eine Million Illegale innerhalb eines Jahres vom Grenzübertritt abgehalten hat. Im selben Protokoll stand aber auch, dass sie nur 25 Prozent der Personen erwischt haben, die illegal über die Grenze wollten. So durchlässig ist diese Grenze. 80 bis 90 Prozent der illegalen Drogen, die in den USA konsumiert werden, kommen über die Grenze von oder aus Mexiko. Gerade gestern habe ich eine Statistik über die Zahl der Todesopfer durch Gewaltverbrechen in verschiedenen Ländern getwittert. In Honduras kommen 97,4 Menschen von 100.000 durch Gewalt zu Tode. In Japan ist diese Zahl nur 0,27. Neun von zehn der gefährlichsten Länder befinden sich südlich der USA. Was jetzt passiert, ist, dass illegale, teilweise natürlich auch legale Einwanderer in die USA kommen. Es handelt sich hauptsächlich um junge Männer, ziemlich dieselbe Gruppe, wie sie 2015 nach Deutschland und Österreich kam. Wenn man diese Boote anschaut oder Gefängniszellen der Grenzpolizei, dann sieht man: Diese jungen Männer sind alle im wehrfähigen Alter. Die gehören eigentlich alle in die Armee. Sie sind Invasoren, nur ohne Uniform. Und sie stammen aus den gewalttätigsten Ländern der Welt. Die Linken in den USA sagen nun, Mollie Tibbets Tod ist bloß deshalb passiert, weil der Täter ein Mann war, und das hätte nichts damit zu tun, dass er ein krimineller Rechtsbrecher war. Zu solchen Leuten, die behaupten, ihr Tod hätte nichts mit Einwanderung zu tun, pflege ich zu sagen: Dann gehen Sie bitte zu ihrer Familie und sagen, dass Ihre Tochter noch am Leben wäre, hätte man ihren Mörder abgeschoben, sobald er seinen Fuß auf amerikanischen Boden gesetzt hätte. Das würden diese Leute aber nicht tun, weil es ihrer linken Agenda widerspräche. Wir haben moralisches Empfinden, sie haben eine Agenda. In den Köpfen der Politiker fehlt es einfach an Kenntnis dieser Fakten, sie wollen diese Fakten nicht hören, weil sie gegen ihre Agenda gerichtet sind.

unzensuriert: Das nennt man dann „hate facts“.

Steve King (lacht): Den Ausdruck kannte ich noch nicht.

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