SPD-Mann erklärte milde Gerichtsurteile: Richter hätten Angst um ihre Familien | Unzensuriert.at

SPD-Mann erklärte milde Gerichtsurteile: Richter hätten Angst um ihre Familien

Markus Lanz musste sich von seinen Gästen anhören, wie es in Deutschland wirklich zugeht.  Foto: Kurt Kulac / Wikimedia CC BY-SA 3.0
Markus Lanz musste sich von seinen Gästen anhören, wie es in Deutschland wirklich zugeht.
Foto: Kurt Kulac / Wikimedia CC BY-SA 3.0
6. September 2018 - 0:50

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Markus Lanz wollte in seiner ZDF-Talksendung am Dienstag Abend seinen Ex-Journalisten-Kollegen und nunmehrigen AfD-Funktionär in Bremen, Hinrich Lührssen, wegen seiner Parteizugehörigkeit den Fernsehzuschauern vorführen, bekam von seinen Gästen dann aber Geschichten von Flüchtlingen serviert, die selbst hartgesottene Linke von ihren Stühlen gerissen haben müssen.

Milde Gerichtsurteile aus Angst vor Ausländer-Clans

So etwa der Ex-Bürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), der dem staunenden Publikum von einer Tagung der Staatsanwälte zum Thema „organisierte Kriminalität“ erzählte. Ein Oberstaatsanwalt hätte da gesagt, so Buschkowsky, dass den Menschen manche Gerichtsurteile auffielen, die sie nicht verstehen würden. Der Oberstaatsanwalt gab dazu die Erklärung: Auch Richter hätten Angst um ihre Familien.

Freigänger werden mit Luxusautos abgeholt

Buschkowsky - zur Erinnerung: ein SPD-Mann - führte weiter aus, dass in Deutschland viele Familien-Clans bis zu tausend Personen umfassen würden, „die uns cool ins Gesicht sagen, wissen Sie, die Gesetze sind für die Deutschen, wir haben unsere eigenen Regeln“.  Das System würde versagen, so Buschkowsky. Er hätte auch schon beobachtet, dass Freigänger vom Gefängnis mit einem Lamborghini abgeholt und am Abend mit einem anderen Luxusauto wieder abgeliefert werden würden.

Diese Aussage des Ex-Bürgermeisters von Neukölln passt aktuell zur Meldung, dass die Polizei in Düsseldorf gerade Luxusautos von Sozialhilfeempfängern beschlagnahmt hat, die „mit dem Bezug von Sozialleistungen nicht in Einklang zu bringen waren“. Siehe Bericht in der Kleinen Zeitung.

BKA wollte Banden nicht "ethnisieren"

Journalist Olaf Sundermeyer, der in der Flüchtlingsszene viel recherchiert, sagte, dass das Bundeskriminalamt (BKA) es versäumt hätte, rechtzeitig etwas gegen Familien-Clans zu tun. Vor Jahren hätte das BKA nicht dagegen vorgehen wollen, weil man die Gruppen "ethnisieren" hätte müssen, genauso wie Roma-Diebs-Banden, so Sundermeyer bei Lanz. Täte man dies, würde die linke Gesellschaft aber gleich mit der Rassismuskeule auf die Beamten losgehen.

Schutzgelder durch Mafia-Strukturen

Markus Lanz spielte im Rahmen der Diskussion auch eine Doku von Sundermeyer über arabische Großfamilien in Deutschland ein. Der Bericht machte die Runde fassungslos: Da wurde über Schutzgelder gesprochen, und Mitglieder türkischer Clans, die straffällig geworden waren und mit auffällig geringem Strafausmaß davon kamen, rechtfertigten sich damit: „Das ist euer Land, das sind eure Gesetze!“ Nachher sagte Sundermeyer, dass dieser junge Mann in Deutschland geboren wurde.

Lanz stellte Chemnitz-Demonstranten an den Pranger

Viele Menschen in Deutschland leben in Angst, werden eingeschüchtert – und vom Staat im Stich gelassen. Dennoch wunderte sich Lanz am Anfang der Sendung, dass in Chemnitz so viele Demonstranten gegen die Flüchtlingspolitik auf die Straße gingen. Lanz spielte dazu freilich Bilder ein, die Jugendliche mit dem Hitlergruß zeigten. Und er versuchte, zwischen "Rechthaberei, Faktencheck, Beleidigung und Verständnis" seinen Ex-Fernsehkollegen Hinrich Lührssen vorzuführen, wie es Der Tagesspiegel ausdrückte. Die Zeitung fasste es so zusammen:

Vielleicht war es nicht gerade eine Talk-Sternstunde, die Markus Lanz da am Dienstagabend hingelegt hat, vielleicht hätte man seinen Gast an der einen oder anderen Stelle auch mal ausreden lassen sollen, und vielleicht ist Lanz' Ex-Kollege Hinrich Lührssen, Stichwort Vorführeffekt, in dieser Hinsicht auch ein dankbarerer Studiogast, als, sagen wir, Alice Weidel.

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