Bei der Diskussion um die Lehre für Asylwerber haben TV-Sender einige Tricks drauf.

Bild: mlinderer / pixabay.com
Lehre für Asylwerber: Die kleinen Tricks der TV-Sender gegen türkis-blaue Politik

Wer nichts weiß, muss alles glauben. Unter diesem Motto dürften auch einige TV-Sender agieren, die glauben, dass ihre kleinen Tricks gegen die türkis-blaue Regierung ohnehin keinem auffallen.

Da hat der Sender Puls4 allerdings die Rechnung ohne Wirt gemacht: Bei der Diskussion am 4. September in der Sendung „Pro & Contra“ über die Lehre für Asylwerber entpuppte sich im Nachhinein ein „neutraler“ Unternehmer aus dem Publikum als Funktionär der Grünen.

Walter Rosenkranz ließ sich nicht aus der Fassung bringen

Der Mann, der so energisch für die Lehre von Asylwerbern eintrat, Franz Baumann, ist nämlich langjähriges Mitglied und Mandatar der Grünen Wirtschaft in Oberösterreich. Der Versuch der Sendungsverantwortlichen, den ebenfalls zur Diskussion geladenen FPÖ-Klubobmann Walter Rosenkranz aufs Glatteis zu führen, scheiterte somit kläglich.

Darstellung des Unternehmers aus grüner Parteibrille

Wenn sich nämlich ein vorgeblich „privater“ Unternehmer, der sich über seine Parteizugehörigkeit nicht äußert, in einer Fernseh-Diskussion im Nachhinein als Grüner entlarvt, dann haben seine Argumente gleich einen anderen Wert – seine Darstellungen sind jetzt natürlich aus der grünen Parteifunktionärsbrille zu sehen und nicht mehr aus der Sicht eines „normalen“ Wirtschaftstreibenden.

Rot-schwarze Nostalgiker weiter auf Flüchtlingskurs

Die (aktuelle) Parteibrille längst abgelegt hat der frühere ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner. Ihn treibt anscheinend der Frust, von Sebastian Kurz in die Pension geschickt worden zu sein, weshalb er kaum eine Gelegenheit auslässt, der türkis-blauen Regierung eines auszuwischen. Die Diskussionssendung auf Puls4 gab ihm wieder die Gelegenheit dazu. Er sagte zur Lehre für Asylwerber:

Die Regierung nimmt all jenen jungen Asylwerbern, die in der Folge einen positiven Asylbescheid bekämen, die Zukunft.

Mit Mitterlehner diskutierte auch sein ehemaliger Chef in der Runde, Ex-Bundeskanzler Christian Kern von der SPÖ. Damit waren zwei rot-schwarze Nostalgiker am Werk, dieselben, die 2015 die Migrantenströme ohne lästige Passkontrollen freudig ins Land gewunken haben und dadurch in Österreich die Mutter aller Probleme schufen.

Mitterlehner und Kern wollen Anreiz für Migranten schaffen

In dieser Nostalgie dürften beide immer noch schweben, hört man Mitterlehner und Kern in der Lehrlingsdiskussion zu. Denn ihnen ist bewusst, dass sie, wenn sie Abschiebungen von Migranten-Lehrlingen verbieten, einen weiteren Anreiz für illegale Einwanderer, nach Österreich zu kommen, schaffen. Und so nebenbei hintergehen sie das Asylgesetz.

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