Kraftvolle Reden bei Demonstration für EU-Austritt und Vermummter ohne Fahnenbeute

Georg Immanuel Nagel bei seiner Rede auf der Kundgebung für den EU-Austritt. Foto: privat / zVg
Georg Immanuel Nagel bei seiner Rede auf der Kundgebung für den EU-Austritt.
Foto: privat / zVg
9. September 2018 - 9:17

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Am 8. September fand am Ballhausplatz eine Kundgebung für den EU-Austritt statt. Trotz hochkarätiger Redebeiträge nahmen nur etwa 40 bis 50 Personen an der Demonstration teil. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl wurde der geplante Marsch durch die Innenstadt nicht durchgeführt.

Linksextremist Lorenzo V. bekam Fahne angeboten

Die erste Rede hielt Georg Immanuel Nagel, Obmann des Vereins Okzident. Er begrüßte als erstes den Linksextremisten Lorenzo V., der wieder in seiner üblichen Vermummung anwesend war, um die Demonstranten zu fotografieren. Lorenzo V. hatte bei der letzten Demonstration von „Kandel ist überall“ zwei Fahnen gestohlen. Georg Nagel bot ihm deshalb dieses Mal an, sich gleich auf der Bühne auf legalem Weg eine Fahne abzuholen. Lorenzo V. nutzte dieses Angebot jedoch nicht und stahl auch sonst keine Fahne. Möglicherweise lag dies an der Diversion, die er für seinen Diebstahl erhalten hatte. Eine Diversion beinhaltet üblicherweise eine bestimmte „Probezeit“, innerhalb derer man sich nichts zuschulden kommen lassen darf.

Gleichsetzung von EU mit Europa ist Unsinn

Georg I. Nagel kritisierte zu Beginn seiner Rede die häufige Gleichsetzung der EU mit Europa. Kritiker der EU würden so zur „Europa-Feinden“ erklärt, was jedoch Unsinn sei, da ein EU-Kritiker natürlich nicht ein Feind seines eigenen Kontinents ist. Außerdem bestehe Europa in seiner einzigartigen Kultur, die über Jahrtausende von den Europäern geschaffen wurde, und nicht in irgendwelchen Gesetzestexten, so wie die EU.

Georg I. Nagel: „Der blaue Fetzen muss verschwinden“

Nagel fühle sich wie in einem besetzten Land, da auf vielen öffentlichen Gebäuden der „blaue Fetzen“ der EU wehe. Dieses Symbol der Fremdherrschaft müsse verschwinden. Ebenso müsse der Europäische Gerichtshof verschwinden, der fast immer gegen die Völker entscheide. Von solchen Richtern habe man im eigenen Land schon genug.

Es sei eine Schande, dass die EU von der „Schnapsdrossel“ Jean-Claude Juncker geleitet werde, die mitten am Tag besoffen durch die Gegend torkele. Dem Argument, dass Österreich die EU für die Wirtschaft brauche, kann Nagel nichts abgewinnen. Österreich könne genauso gut eigenständig mit jedem beliebigen Land Handel treiben.

EU schadet der österreichischen Wirtschaft

Als nächstes sprach Engelbert Schönleitner, der Wiener Landessprecher der Partei „Freie Heimatliche Bewegung“. Er forderte den Schilling zurück, da dieser mehr wert gewesen sei, und kritisierte die Öffnung des Arbeitsmarktes für die östlichen EU-Länder. Dadurch sei es zu einem Lohndumping zum Nachteil der Österreicher gekommen. Die EU bringe zahlreiche Schikanen für Unternehmer wie die Verordnung über die Allergene oder die Datenschutzgrundverordnung und schade daher der Wirtschaft. Gerade plane die EU neue, strengere Kontrollen des Trinkwassers. Diese gefährdeten kleinere Wasserversorger und könnten eine Kostensteigerung verursachen.

Mitbestimmung in der EU? Höchstens bei der Zeitumstellung

Ebenso schädlich sind die Freihandelsabkommen der EU, die alle aufgekündigt werden sollten. Auch der Abfluss der Familienbeihilfe ins Ausland sei ein großer Missstand und könne nur durch einen EU-Austritt abgestellt werden. Innerhalb der EU gebe es für Österreich keine nennenswerte Mitbestimmung, höchstens bei der Zeitumstellung.

Fachkräfte für Mord, Vergewaltigung und Drogendealen

Schönleitner sprach sich entschlossen gegen die Einwanderung aus. So lange es in Österreich Arbeitslose gebe, brauche es keine Einwanderung von angeblichen Fachkräften, zumal es sich bei diesen ohnehin eher um Fachkräfte für Mord, Vergewaltigung und Drogendealen handele. Durch tausend „Einzelfälle“ habe Österreich schmerzhaft zu spüren bekommen, was es heißt, zehntausende integrationsunwillige „Flüchtlinge“ ins Land zu lassen. Ein weiteres Problem seien die importierten Glaubenskrieger. Die Gesetze sollten so geändert werden, dass es möglich ist, Religionen notfalls auch verbieten zu können, wenn sie sich gegen Österreich richten.

Österreich wurde in die EU hineingelogen

Der letzte Redner war Cornelia Makowsky-Egger von der Partei „Liste Niederösterreich“. Sie ging zunächst darauf ein, wie Österreich „mit falschen Versprechungen in die EU getrieben wurde“. Es habe vor der Volksabstimmung 1994 eine jahrelange, staatliche Propagandakampagne gegeben. Die EU-Befürworter hätten die Ängste der Österreicher geschürt, zum Beispiel durch angeblich steigende Arbeitslosenzahlen, falls Österreich nicht beitritt. Österreichische Politiker seien bei den Verträgen mit der EU vor den EU-Vertretern gekrochen. Dabei sei in Wahrheit die EU auf Österreich angewiesen, da sie Österreich als Nettozahler brauche, und nicht umgekehrt. Nur ein einziger Abgeordneter habe damals im österreichischen Parlament gegen den EU-Beitritt gestimmt: Barbara Rosenkranz von der FPÖ.

EU funktioniert auf linkem  Gedankengut

Die EU basiere auf linkem Gedankengut: Gleichschaltung der Völker, Einschränkung der Redefreiheit, Feminismus und Gender-Wahn. Der Euro sei ebenfalls problematisch, da er völlig unterschiedliche Volkswirtschaften zusammenwürfle. Dadurch sei es zu zahlreichen Fehlentwicklungen gekommen: Die Sparer würden jeden Tag Geld durch die Nullzinspolitik verlieren, gleichzeitig kaufe die EU Schrottanleihen und drucke sich das benötigte Geld selbst. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis dieses System zusammenbreche.

Neue Bedrohung für die Nationen Europas: Dublin IV

Auch Makowsky-Egger kritisierte die Einwanderungspolitik der EU massiv. Das EU-Parlament habe bereits Dublin IV beschlossen. Dadurch könne bald jeder in die EU einwandern, der über eine „Ankerperson“ verfüge. Besonders Ländern, wo bereits viele Einwanderer sind, drohe eine weitere Masseneinwanderung.

Die illegale Masseneinwanderung von 2015 sei geplant gewesen. Der erste Schritt sei die Beseitigung von Gaddafi in Libyen, der nächste die Destabilisierung Syriens gewesen. Schließlich habe man die Hilfsgelder für die Flüchtlingslager in den Nachbarländern gekürzt.

"Deserteursdenkmal" als passender Ort

Als Redebühne der Kundgebung diente das Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz, das sogenannte "Deserteursdenkmal". Das Bauwerk wurde vom Künstler ausdrücklich als begehbares Denkmal konzipiert. Doch noch aus einem anderen Grund war gerade diese Bühne gut gewählt für diese Demonstration. Auf einer Informationstafel neben dem Denkmal heißt es nämlich:

Die Skulptur erweist denjenigen Respekt, die eine eigene Entscheidung treffen, sich der Fremdbestimmung widersetzen und sich durch ihr eigenständiges Handeln gegen das geltende System stellen.

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