Afghanischer Asylant, der in Budapest eine Frau vergewaltigte, in Linz verhaftet | Unzensuriert.at

Afghanischer Asylant, der in Budapest eine Frau vergewaltigte, in Linz verhaftet

In Budapest wurde eine Frau auf einer Toilette von einem afghanischen „Schutzsuchenden“ vergewaltigt. Foto: ninocare / pixabay / CC0
In Budapest wurde eine Frau auf einer Toilette von einem afghanischen „Schutzsuchenden“ vergewaltigt.
Foto: ninocare / pixabay / CC0
11. September 2018 - 15:00

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Auch in Ungarn, das kaum Asylanten aufnimmt, wurde nun eine Frau Opfer einer Vergewaltigung durch einen Asyleinwanderer. Ein subsidiär Schutzberechtigter aus Afghanistan beging in Budapest mutmaßlich drei Sexualdelikte, darunter eine Vergewaltigung. Seit Sonntag, dem 9. September, fahndeten die ungarischen Behörden nach ihm. Am Abend des 10. September wurde er in Linz an der Donau festgenommen.

Frau auf der Toilette eines Lokals vergewaltigt

Der angeblich 18-jährige Afghane namens Sarhadi Bilal A. kam 2017 nach Ungarn. Er arbeitete in einem Kebap-Lokal in Budapest als Kellner. Am 9. September gegen 3.00 Uhr morgens betrat eine Frau das Lokal. Als sie auf die Toilette ging, folgte ihr der Afghane, versperrte die Tür und vergewaltigte sie. Danach stahl er 40.000 Forint aus der Kassa und flüchtete.

Laut der Zeitung Ripost handelt es sich bei dem Opfer um eine 21-jährige Flugbegleiterin. Der Afghane habe erst seit vier Tagen in dem Lokal gearbeitet. Das Lokal sei um diese Uhrzeit eigentlich schon geschlossen gewesen, der Afghane habe der Frau dennoch geöffnet. Die Vergewaltigung habe 27 Minuten gedauert. Nach einer Zeit sei ein Kollege im Lokal erschienen. Dieser sei akustisch Zeuge der Tat geworden, habe aber nicht eingegriffen.

Polizei begann sofort intensive Suche nach dem Täter

Die Frau zeigte die Vergewaltigung sofort an. Die Polizei leitete daraufhin eine Fahndung ein und erließ einen europäischen sowie einen internationalen Haftbefehl. Die ungarischen Behörden überprüften die Bekannten des Afghanen und führten Kontrollen in Zügen und an Hauptverkehrsstraßen durch. Das Phantombild des Täters wurde in den Nachrichten gezeigt. Außerdem wurde eine Belohnung von einer Million Forint ausgeschrieben für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen.

Zwei weitere Opfer

Inzwischen meldeten sich noch zwei andere Opfer des Afghanen, die ihn als Täter erkannten. Eine der beiden Frauen war am 1. Juni von dem Afghanen begrapscht worden, der anderen hatte er am 20. Juni sein Geschlechtsorgan gezeigt.

Afghane schon am Folgetag in Linz festgenommen

Der Afghane wurde am späten Abend des 10. September durch die Fremden- und Grenzpolizeieinheit "Puma" in einem Zug in Linz festgenommen. Der Zug war auf dem Weg nach Frankfurt. Der Afghane befindet sich nun in der Justizanstalt Linz in Auslieferungshaft.

Nur wenige Asylanten in Ungarn

Derartige Meldungen sind aus Ungarn sehr ungewöhnlich, da das Land nur wenige Asylanten aufgenommen hat beziehungsweise auch nur wenige dorthin "flüchten". Entsprechend ausführlich ist die Berichterstattung in den ungarischen Medien. Eine ungarische Zeitung schrieb: „Wir dachten, bei uns könne so etwas nicht passieren“. Im Jahr 2017 erhielten 106 Personen einen Status als anerkannte Flüchtlinge. Weiteren 1.110 Personen wurde subsidiärer Schutz gewährt, von diesen sind 509 Afghanen. Im Jahr 2018 wurden bis Juni 53 Flüchtlinge anerkannt, 253 erhielten eine subsidiäre Schutzberechtigung.

Politiker beziehen Stellung gegen die Asyleinwanderung

Mehrere Politiker meldeten sich bezüglich der Vergewaltigung zu Wort. Dem EU-Abgeordnete Tamás Deutsch (Fidesz) zufolge sei diese Tat eine Botschaft an alle, die einen Zusammenhang zwischen Einwanderung und einem Ansteigen der Kriminalität leugnen.

György Bakondi, der innenpolitische Berater Viktor Orbáns, sagte, dass man jeden Tag sehen könne, wie die Einwanderung die Sicherheit der Europäer gefährde. Der Fall füge sich ein in hunderte andere Fälle in Europa. Man müsse einsehen, dass sich die Moslem-Kultur und die christliche Kultur unterscheiden, was den Respekt vor Frauen betrifft.

Der Verfassungsrechtler Zoltan Lomnici sagte im ungarischen Fernsehen, die Verleihung eines subsidiären Schutzstatus sei sehr gefährlich. Viele Einwanderer versuchten, die Behörden zu täuschen. Dabei würden sie von angeblich zivilgesellschaftlichen Organisationen beraten, die in den Transitzonen arbeiteten.

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