„Wenn wir unsere Babys abtreiben und dafür junge, gewalttätige Männer herbeischaffen, ruinieren wir unsere Zivilisation“ | Unzensuriert.at

„Wenn wir unsere Babys abtreiben und dafür junge, gewalttätige Männer herbeischaffen, ruinieren wir unsere Zivilisation“

US-Kongressabgeordneter Steve King im Interview. Foto: unzensuriert.
US-Kongressabgeordneter Steve King im Interview. Foto: unzensuriert.
14. September 2018 - 13:32

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Am 24. August bekam unzensuriert die Gelegenheit, den US-amerikanischen Kongressabgeordneten der Republikanischen Partei des Bundesstaates Iowa, Steve King, zu interviewen. Das gesamte Interview ist hier in englischer Sprache nachzulesen.

unzensuriert stellte Steve King Fragen zu den Themenkomplexen Massenimmigration und Grenzen, Europa und EU, den Großen Austausch, den Einfluss von Eliten auf Politik und seine eigene Vision von der westlichen Zivilisation.

Lesen Sie hier den dritten Teil des Interviews – Steve King über den Großen Austausch

Das Interview führte Caroline Sommerfeld.

unzensuriert:Sie werden damit zitiert, eine „ganz homogene Nation, in der wir dann alle gleich aussehen“ zu wünschen. Wie ist das zu verstehen?

Steve King: Das war lustig. Sehen Sie, ich kann mir eine Gesellschaft vorstellen, in der sich über mehrere Generationen oder sogar Jahrhunderte das Aussehen der Leute angeglichen hat, wenn es genug gemischtrassige Ehen gibt. Das ist nämlich das beste Mittel zur Assimilation. Mein einer Sohn leitet meine politischen Kampagnen organisatorisch, und hat zu mir gesagt: „Du bist bestimmt der einzige Politiker, der jemals dafür, dass er für Rassenmischung ist, als 'rassistisch' bezeichnet worden ist.“ Man hat das einfach um 180 Grad gedreht, was ich meinte. Sie haben geglaubt, mir schwebe eine Nation vor, in der alle weiß sein werden. Blond und blauäugig zu sein ist genetisch rezessiv, sodass bei immer größerer Assimilation eben eines Tages alle Menschen in dieser Hinsicht gleich aussehen.

unzensuriert: Das klingt aber ziemlich nach Coudenhove-Kalergi (lacht). In den letzten Jahren hat sich in den USA die Frage nach „Rassen“ ziemlich zugespitzt. Glauben Sie, Mr. King, daß diese Frage in Ihrer Heimat oder bei uns in Europa schwieriger zu beantworten ist?

Steve King: In den USA ist diese Frage schon problematisch, aber in Europa noch viel problematischer. Der Hauptgrund dafür ist die unzureichende Meinungsfreiheit. Eine Dame hier aus Wien hat kürzlich ein Verfahren wegen Hasssprache über sich ergehen lassen müssen und ist verurteilt worden, weil sie eine rhetorische Frage gestellt hat. Geert Wilders ist auch wegen „hate speech“ angeklagt worden, weil er etwas geäußert hatte, das zwar objektiv wahr ist, wovon sich aber Marokkaner angegriffen fühlen könnten. In den USA bedeutet Meinungsfreiheit nicht, daß das Gesagte auch wahr sein muss. Das ist der große Unterschied zwischen den Vereinigten Staaten und vielen europäischen Staaten: wenn man etwas Beleidigendes sagt, muss das nicht der Wahrheit entsprechen. Wie kann eine Gesellschaft ihren schleichenden Selbstmord aufhalten, wenn man in ihr nicht einmal die Wahrheit sagen darf?

unzensuriert: Was ist Ihrer Ansicht nach solch eine Wahrheit?

Steve King: In der griechischen Philosophie hat man von Rationalität noch viel gehalten. Vernunft galt als wichtiger als Gefühle. Heute sehen wir, dass die Emotionen alle Vernunft niederdrücken. Ein Beispiel: ich habe unlängst getwittert, man könne eine Zivilisation nicht mit dem Nachwuchs fremder Leute erhalten. Das hat die Linken fürchterlich erbost. Dabei liegt tatsächlich die Geburtenrate in Europa unterhalb der Bestandserhaltungsgrenze. Wenn es soweit kommt, stirbt eine Nation aus. In Taiwan, wo ich letztes Jahr gewesen bin, liegt die Geburtenrate bei 1,0 Kinder pro Frau. 2,1 ist bestandserhaltend. In den USA haben wir 1,8 und in den meisten europäischen Ländern 1,4 Kinder pro Mutter. Wenn wir damit weitermachen, unsere Babys abzutreiben und dafür Ersatz in Form von jungen, gewalttätigen Männern herbeischaffen, ruinieren wir unsere Zivilisation.

unzensuriert: Ebendies nennen wir den „Großen Austausch“.

Steve King: Ja, genau, ein Großer Austausch findet statt. Diese Leute kommen als ethnische Migranten nach Europa, 80 Prozent junge Männer. Sie sind der Nachwuchs fremder Leute, sie liegen nicht mehr in der Wiege. Ich würde so argumentieren: wenn man ein Baby aus der Wiege herausnimmt und es einer Mutter in einem fremden Land in den Schoß legt, dann wächst es als Teil dieser Kultur auf. Wenn man das nicht so macht, muss man großen Aufwand bei der Assimilation treiben. Diversität ist eben keine Stärke, im Gegenteil. Was bringt uns der linke Schrei nach „Vielfalt“ Neues? Es gibt doch schon genug Vielfalt in den USA.

unzensuriert: Wir haben ja auch bereits eine wunderbare Binnendiversität in Europa. Wenn man einen Schweden mit einem Süditaliener vergleicht oder einen Franzosen mit einem Polen, dann sieht man die Vielfalt, die Europa ausmacht.

Steve King: Das sehe ich genauso, nur sehen die Linken das anders. Sie sagen, die Menschen sind doch alle gleich, sie unterteilen sie bloß nach verschiedenen Hautfarben.

unzensuriert: Das ist aber rassistisch!

Steve King: Oh ja, so gesehen ist es völlig rassistisch. Wer eine große Anzahl von Leuten aus fremden Ländern importiert, und gleichzeitig behauptet, das einzige Problem sei die Rasse, und alle möglichen Leute wären Rassisten, der liegt ganz falsch. Durch Assimilation wird Diversität erst zu einer Stärke. Allerdings womöglich nie so stark wie eine Gesellschaft ohne kulturelle Diversität.

 

 

 

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