In der Linkspartei ist eine Schlammschlacht um Sahra Wagenknechts Projekt “Aufstehen” ausgebrochen.

Foto: Bild: Superbass / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Wagenkechts “Aufstehen” setzt Mechanismen in Gang, die sonst nur Andersdenkende treffen

Nachdem Sahra Wagenknecht beim Bundesparteitag der Linken am 9. Juni mit ihrer einwanderungskritischen Haltung unterlegen war, hatte sie angekündigt, eine “Sammelbewegung” für all jene zu gründen, die den offiziellen Refugees-welcome-Kurs der Partei nicht mittragen wollen. Im August ging ihre Sammlungsbewegung “Aufstehen” an den Start. Obwohl die Sammelbewegung vor allem mit Phrasen und Allgemeinplätzen als Forderungen an die Öffentlichkeit ging, reichte dies ihren ehemaligen Parteikollegen, um gegen Wagenknecht mobil zu machen.

Die Linke-Spitze distanzierte sich mehrfach deutlich von “Aufstehen”. In einem aktuellen Beschluss des Parteivorstandes heißt es, es sei “irritierend”, dass einige Linke-Mitglieder über die parteiübergreifende Initiative versuchen wollten, “die eigene Partei umzukrempeln”.

Der Ton wird rauer

In der Auseinandersetzung rund um Wagenknechts Sammelbewegung fallen immer rauere Töne: von “AfD von links” bis hin zur Generalabrechnung mit der Person Wagenknecht und sogar Mobbing- und Sexismusvorwürfe – alles ist dabei.

Doch man sollte sich davon nicht irritieren lassen: Rassismus-, Sexismus-, Islamophobievorwürfe sind bei den Linken ganz normale Alltagsphrasen. Witze und “dumme Sprüche” sind sofort Hasskommentare, Kritik ist Hetze und so weiter. Was an fachlicher Substanz fehlt, wird stets durch Lautstärke wettgemacht. Neu ist lediglich, dass diese Mechanismen nun erstmals gegen die eigenen Gesinnungsgenossen eingesetzt werden.

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