Nach der Bestellung von Rendi-Wagner als neue SPÖ-Chefin rumort es in der SPÖ.

Bild: SPÖ Presse und Kommunikation / wikimedia.com (CC BY-SA 2.0)
SPÖ-Chaos: Jetzt fühlen sich Systemkünstler berufen, die neue Parteispitze zu beschützen

Obwohl sich ORF und Co größte Mühe geben, die Personalrochaden an der Parteispitze der SPÖ in schönstem Licht zu zeichnen, dringt doch durch, dass die neue rote Chefin, Pamela Rendi-Wagner – seit zwei Jahren überhaupt erst Parteimitglied – und ihr Bundesgeschäftsführer, Thomas Drozda, ganz und gar nicht als Heilsbringer in der eigenen Partei angesehen werden.

Die Zerrüttung ist mittlerweile so groß, dass sogar die Systemkünstler und ewigen SPÖ-Sympathisanten der Kulturschickaria der neuen roten Führung beispringen.

Ambros wollte SPÖ schon im Sommer retten

Als erster stieg Austropoper Wolfgang Ambros schon im Sommer in den Ring und beklagte, „wie man so eine bedeutende Bewegung so herunterwirtschaften“ könne. Damals hatte der mit der Aussage angegriffene Ex-Parteichef Christian Kern noch etwas mehr Einfluss und versöhnte sich mit dem Kritiker.

Steinhauer greift Kritiker an

Nun richtet der Schauspieler Erwin Steinhauer auf Twitter den parteiinternen Kritikern aus: „Ihr werdet nicht ruhen, bis die Sozialdemokratie in Österreich ganz am Boden liegt.“ Gemeint sind damit jene SPÖ-Funktionäre aus Wien und der Steiermark, die offen und mehrfach Kritik an der neuen Chefin und dem neuen Bundesgeschäftsführer geübt hatten.

Und auch Vitasek bemüht sich

Da dachte sich System-Kabarettist Andreas Vitasek wohl, dass er nicht länger beiseite stehen könne. Er philosophiert und verortet den Niedergang der Sozialdemokratie überall sonst, nur nicht bei der Partei und ihrer den ursprünglichen Wähler verratenden Ausrichtung selbst. „Das ist eine Entwicklung, die schon lange vonstatten geht. Es geht um die Schwäche der Sozialdemokratie allgemein, in ganz Europa. Das hat damit zu tun, dass sich der Begriff des Arbeiters verändert hat. Insofern ist das ja keine Arbeiterbewegung mehr“, sagte Vitasek im Interview mit der APA.

„Betreutes Denken“ für rote Parteimitglieder

Mit den drei Systemkünstlern bringen SPÖ und Medien offenbar die letzten roten Getreuen auf die Beine in der Hoffnung, dass die Personalrochade nun doch endlich auch von den eigenen Parteigenossen für gut befunden wird. Über die Medien richten die linken Parteigänger ja gewöhnlich den Bürgern aus, was sie für gut und für schlecht zu befinden haben.

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