Bei „Presse“-Schreiberin Thalhammer mutierte sogar die Richtigstellung zur Falschmeldung: Auf „Twitter“ ist Thalhammers Falschmeldung gegen Innenminister Kickl noch immer abrufbar.

Foto: Bild: Screenshot Twitter, z.V.g
„Presse“-Redakteurin Anna Thalhammer blamiert sich mit falscher Richtigstellung

Die „Pressefreiheit“, die sie meinen? Journalisten sind besonders groß beim Austeilen. Doch wenn es darum geht, Falschmeldungen richtig zu stellen, werden sie ganz kleinlaut. Ein Musterbeispiel liefert dabei Anna Thalhammer von der Tageszeitung Die Presse. Das Medium schaffte es sogar, aus ihrer Richtigstellung noch eine Falschmeldung zu konstruieren. Konkret geht es um einen Artikel vom 28. September, in dem erneut Innenminister Herbert Kickl grundlos attackiert wird.

Ein Anruf im Innenministerium hätte genügt

In dem ausführlichen Artikel heißt es, Kickl habe sich in einer Anfragebeantwortung nicht ganz an die Wahrheit gehalten. Konkret soll der Minister eine parlamentarische Anfrage über das Polizei-Rekrutierungsfahrzeug X-Bow, das dem BMI vom Hersteller KTM zur Verfügung gestellt worden war, falsch beantwortet haben.

Vom Polizeipressedienst heißt es:

Redakteurin Anna Thalhammer zieht aus dem Umstand, dass die Polizei zehn Fahrtrainings mit einem X-Bow verloste, den falschen Schluss, die Gewinner seien mit dem Fahrzeug der Polizei unterwegs gewesen. Dies hatte der Innenminister in der Anfragebeantwortung ausgeschlossen. Tatsächlich fuhren die Gewinner mit Fahrzeugen, die vom Veranstalter des Events am Red Bull Ring in Spielberg zur Verfügung gestellt wurden – und nicht mit dem Blaulicht-Fahrzeug.

Eine Recherche im BMI – ein kurzer Anruf oder ein Mail – hätte genügt, um dieser „Story“ jede Substanz zu nehmen. Entgegen den Empfehlungen im Ehrenkodex der österreichischen Presse wurde der Innenminister aber nicht mit der Beschuldigung einer falschen Anfragebeantwortung konfrontiert. Dies obwohl es sich dabei um einen Gesetzesverstoß handeln würde.

Auf Fehler aufmerksam gemacht

Auf den groben Fehler aufmerksam gemacht, reagierte „Die Presse“ zunächst, indem in den Online-Artikel ein Absatz „Richtigstellung“ eingefügt wurde, in dem das „Missverständnis“ bedauert wird. Der Text ober- und unterhalb dieses Absatzes beinhaltet jedoch weiterhin den falschen Vorwurf, im Titel ist noch immer von „zweifelhafter Anfragebeantwortung“ die Rede, im Vorspann heißt es noch immer: „Dem Parlament hat der Minister etwas anderes erzählt.“

In der Print-Ausgabe vom 29. September findet sich eine Korrektur im Ausmaß von nicht einmal einem Fünftel der Fläche, den der faktenwidrige Beitrag am Vortag eingenommen hat. Korrigiert wird jedoch unter der Überschrift: „Innenministerium hat mehr als einen X-Bow“. Auch das ist falsch. Die beim Fahrtraining verwendeten Fahrzeuge gehören nicht dem BMI, auch der Polizei-X-Bow wurde dem Innenministerium von der Firma KTM nur vorübergehend zur Verfügung gestellt.

Nun, auch diesmal gingen die üblichen Angriffe gegen den freiheitlichen Minister kräftig in die Hose. Dem nicht genug, hat Thalhammer noch immer auf ihrer Seite auf Twitter den längst widerlegten Artikel zum Abrufen, obwohl die Falschmeldungen längst offenkundig sind. Süffisant schreibt sie:

Und da soll einer nicht meinen dürfen, unsere Journaille betreibt eine Kampagne gegen die FPÖ? Thalhammers „Getwittere“ könnte man entgegenstellen: Es war einmal eine falsche Berichterstattung der Presse. Und die wurde nicht ganz wahrheitsgemäß richtig gestellt…

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