Staatspolizei: Als Kommunisten die BVT-Vorgängerorganisation führten – Unzensuriert

Vom Deutschmeisterplatz aus führten Heinricht Dürmayer und seine kommunistischen Schergen 1945-1947 die BVT-Vorgängerorganisation.

Foto: Bild: Gugerell / Wikimedia (CC-Zero)
Staatspolizei: Als Kommunisten die BVT-Vorgängerorganisation führten

Warum sich gerade linke Politiker und Journalisten in der sogenannten “Causa BVT” so einseitig engagieren, mag mit einem historischen “Phantomschmerz” zu tun haben. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und mit Beginn der Zweiten Republik war die Staatspolizei als Vorgängerorganisation des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) nämlich fest in kommunistischer Hand. Dazu kam, dass auch die gesamte Wiener Polizei unter die Fittiche der KPÖ genommen worden war, der Polizeiliche Hilfsdienst mit nicht weniger als 7.000 Mitarbeitern und das sogenannte Österreichische Freiheitsbataillon im Polizeidienst.

Oskar Helmer, Sozialdemokrat und Innenminister 1945 bis 1959, nannte den gesamten Wiener Polizeiapparat “einen Tummelplatz der Kommunisten”. Bereits im Juni 1945 entmachtete Helmer als Chef des damaligen Staatsamtes für Inneres den Polizeilichen Hilfsdienst und löste auch das Österreichische Freiheitsbataillon in seiner Funktion ab. Der Antikommunist und Demokrat Helmer wurde damals von Sowjets und Kommunisten wegen seines beherzten Durchgreifens heftig kritisiert.

Heinrich Dürmayer war Kopf der kommunistischen Verschwörung

Kopf der kommunistischen Verschwörung im Polizeidienst war Heinrich Dürmayer, der als Chef der Staatpolizei die Strippen hinter den Kulissen und vor allem mit den sowjetischen Besatzern zog. Aus dieser Position heraus versuchte er, österreichweit und über die Besatzungsgrenzen hinweg innerhalb der Polizei und Gendarmerie ein eigenes Spitzelwesen zu Gunsten der KPÖ und der Sowjets aufzubauen. Eigenmächtige Beschlagnahmungen und Verhaftungen ohne Gerichtsbeschluss und die bewusste Denunzierung von politischen Gegnern als Nazis und Faschisten war unter dem Regime Dürmayer an der Tagesordnung.

Erst im Sommer 1947 gelang es dem SPÖ-Innenminister, Heinrich Dürmayer als Stapo-Chef loszuwerden. Unter dem neuen sozialdemokratischen Wiener Polizeipräsidenten Josef Holaubek und Oskar Peterlunger als Chef der Staatspolizei konnte der Wiener Polizeiapparat Zug um Zug von Kommunisten gesäubert werde.

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